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14.02.2026
19:26 Uhr
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Etwa 2.000 Rechtsextreme haben in Dresden das Gedenken an die Kriegszerstörung für ihre Zwecke vereinnahmt. Tausende Menschen positionierten sich dagegen.

In Dresden haben Tausende Menschen gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten zum Jahrestag der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg protestiert. Den 2.000 Rechtsextremen stellten sich schätzungsweise 3.000 Gegendemonstranten entgegen. An mehreren Stellen trafen die beiden Lager in Sicht- und Hörweite aufeinander, zu direkten Konfrontationen kam es aber nicht. Bereits am Vormittag begann der Gegenprotest mit drei Demonstrationszügen, die zur zentralen Kundgebung im Stadtzentrum führten. Weitere Versammlungen bildeten sich entlang der Strecke des rechtsextremen "Trauermarschs", der am Nachmittag etwa anderthalb Stunden durch die Innenstadt zog. Die rechte Abschlusskundgebung wurde ebenfalls von lautstarkem Protest begleitet. Gegendemonstranten versuchten vorab, die Strecke mit Sitzblockaden zu blockieren. Dort kam es zu Gerangel mit der Polizei. Bei der Räumung der Strecke verwendeten die Beamten laut Polizeiangaben Pfefferspray. Demonstranten versuchten demnach mehrfach, Sperren zu durchbrechen. Dabei seien Polizisten attackiert und verletzt worden, hieß es. Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch in drei Fällen und wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte eingeleitet. Innerhalb des rechtsextremen Aufmarschs stellte die Polizei in neun Fällen Verstöße gegen das Versammlungsgesetz sowie gegen die von der Stadt erlassene Allgemeinverfügung fest. Unter anderem hatten Teilnehmer Pfefferspray bei sich. In einem weiteren Fall läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Luftangriffe in Dresden werden regelmäßig von Rechtsextremen instrumentalisiert Dresden war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach bei Angriffen britischer und US-amerikanischer Bomber großflächig zerstört worden. Nach Zahlen einer Historikerkommission wurden bis zu 25.000 Menschen getötet. Die Luftangriffe werden regelmäßig von Rechtsextremen instrumentalisiert, um die Kriegsschuld Deutschlands zu relativieren. Ohne rechtsextreme Symbolik hatten am Freitag Menschen bei verschiedenen Veranstaltungen der Opfer der Bombardierung gedacht . Unter anderem gab es eine Menschenkette rund um die historische Altstadt.