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06.02.2026
16:16 Uhr
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Die Polizei verdächtigt ein Kind, in Dormagen einen 14-Jährigen getötet zu haben. Die Leiche des Jugendlichen war Ende Januar an einem See gefunden worden.

Im Fall eines getöteten 14-Jährigen in Dormagen verdächtigen Polizei und Staatsanwaltschaft ein Kind. Das teilte die Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss mit. Genauere Angaben machte die Behörde unter Verweis auf den Jugendschutz nicht. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen Zwölfjährigen. Wer das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, kann in Deutschland nicht strafrechtlich belangt werden. Die Leiche des 14-Jährigen war am 28. Januar von einem Spaziergänger an einem See in Dormagen gefunden worden. Wegen der Verletzungen des Opfers wurde eine Mordkommission eingerichtet. Eine Obduktion ergab, dass der Junge an Stich- und Schnittverletzungen gestorben war. Tatverdächtiges Kind soll sich gemobbt gefühlt haben Wie die dpa unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, soll es zwischen dem Opfer und dem Verdächtigen Streit gegeben haben. Der Zwölfjährige soll sich demnach gemobbt gefühlt haben. Es gebe keine Hinweise auf ein rassistisches Motiv für die Tat. Der getötete 14-Jährige stammt aus Eritrea. Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld (SPD) sagte, der Tatverdächtige sei zuvor offenbar nicht polizeilich auffällig geworden. "Dass ein Minderjähriger mutmaßlich diese Tat begangen hat, ist etwas, das uns umso betroffener macht und was uns auch das Blut in den Adern gefrieren lässt", sagte Lierenfeld. Die Stadt sei dadurch "nachhaltig traumatisiert". Großer Trauerzug für getöteten Jugendlichen Die Staatsanwaltschaft und die Stadt Dormagen setzten für entscheidende Hinweise in dem Fall eine Belohnung von insgesamt 10.000 Euro aus. Am Wochenende hatten nach Polizeiangaben rund 2.000 Menschen an einem Trauerzug für den getöteten Jugendlichen teilgenommen. Für Freitag wurde eine öffentliche Trauerfeier in Dormagen angekündigt. Die Beerdigung soll im Anschluss im Familienkreis stattfinden.