Zeit 10.12.2025
22:19 Uhr

Donald Trump: USA beschlagnahmen Öltanker vor Venezuela


Vor der Küste Venezuelas hat die US-Küstenwache nach Angaben von Donald Trump einen Öltanker festgesetzt. Details zur Beschlagnahmung nannte der US-Präsident nicht.

Donald Trump: USA beschlagnahmen Öltanker vor Venezuela
Die US-Küstenwache hat vor der Küste Venezuelas einen Öltanker beschlagnahmt. US-Präsident Donald Trump bestätigte am Mittwochabend vorangegangene Berichte anonymer Regierungsvertreter. Man habe "einen sehr großen Tanker" beschlagnahmt, sagte Trump vor Reportern im Weißen Haus. Der Einsatz sei von der US-Marine unterstützt worden. Genaue Details, etwa unter welcher Flagge der Tanker fährt, nannte er zunächst nicht. Jedoch habe man ihn aus "sehr gutem Grund" beschlagnahmt, sagte Trump. Es würden zudem "noch andere Dinge geschehen", zu denen er sich später äußern werde. Das Nachrichtenportal Politico schrieb unter Berufung auf eine anonyme Quelle, der Tanker sei auf dem Weg nach Kuba gewesen. Ölpreise steigen Die britische Risikomanagement-Gruppe Vanguard berichtete wiederum, bei dem betroffenen Schiff handle es sich vermutlich um die Skipper . Der Tanker sei zuvor von den USA sanktioniert worden, weil er unter dem Namen Adisa am iranischen Ölhandel beteiligt gewesen sein soll. Eine Stellungnahme der venezolanischen Regierung lag zunächst nicht vor. Die Ölpreise zogen nach der Nachricht an. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 27 Cent auf 62,21 US-Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg um 21 Cent auf 58,46 US-Dollar. Venezuela lebt vom Ölhandel Seit Monaten üben die USA unter Trump großen Druck auf Venezuela aus. So versenkte das US-Militär bereits mehrere Boote, auf denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden sollten. Dem Verteidigungsminister Pete Hegseth werden deshalb Kriegsverbrechen vorgeworfen . Darüber hinaus drohte Trump dem Land mit Militäreinsätzen und ließ das venezolanische Kartell Cartel de los Soles als ausländische Terrororganisation einstufen. Das US-Militär verstärkte seine Präsenz im Seegebiet vor Venezuelas deutlich. Ein Angriff auf das Ölgeschäft des Landes würde jedoch eine neue Eskalation bedeuten. Im vergangenen Monat exportierte Venezuela 900.000 Barrel Öl pro Tag. Der Ölexport ist damit die Haupteinnahmequelle des Landes, welches unter dem autoritär regierenden Präsidenten Nicolás Maduro international zunehmend isoliert ist. Das Land hatte zuletzt allerdings Probleme, sein Rohöl in China zum vollen Preis zu verkaufen. China ist der Hauptabnehmer für venezolanisches Rohöl, kauft inzwischen jedoch auch bei den ebenfalls international sanktionierten Konkurrenten Russland und Iran ein.