Zeit 30.12.2025
18:58 Uhr

Diskriminierung bei der Bundeswehr: Haben Sie bei der Bundeswehr aufgehört?


Neue Berichte über Rechtsextremismus in der Truppe erschüttern nicht nur Minister Pistorius. Waren Sie beim Bund? Haben Sie rassistische oder sexistische Vorfälle erlebt?

Diskriminierung bei der Bundeswehr: Haben Sie bei der Bundeswehr aufgehört?
Friedrich Merz hat Großes vor mit der Bundeswehr. Sie soll die "konventionell stärkste Armee Europas" werden. Doch dazu fehlen mindestens 50.000 zusätzliche Soldatinnen und Soldaten. Wer 18 Jahre alt wird, bekommt deshalb demnächst einen Fragebogen zugeschickt und muss sich mit der Frage auseinandersetzen: Bin ich bereit, Wehrdienst zu leisten? Die Entscheidung, zur Bundeswehr zu gehen oder nicht, ist weiterhin freiwillig. Attraktiver soll den Dienst ein höherer Sold machen. Statt 1.800 Euro erhalten Freiwillige künftig 2.600 Euro brutto im Monat, auch für den Führerschein gibt es einen finanziellen Zuschuss. Berichte über Hitlergrüße und Nazi-Partys Solche Anreize scheinen dringend nötig, denn das Image der Bundeswehr hat zuletzt massiv gelitten. Im Fallschirmjägerregiment 26 in Zweibrücken soll es Hitlergrüße, Nazi-Partys und Vergewaltigungsphantasien in der Truppe gegeben haben. Auch Die ZEIT berichtete kürzlich über Kasernen, in denen Soldaten angefasst, angepinkelt und ausgepeitscht wurden. Da kommt die Frage auf: Ist die Bundeswehr ein guter Arbeitsplatz? Von Menschen, die bei der Bundeswehr waren oder es noch immer sind, möchten wir wissen: Wie alltäglich sind Rassismus, Sexismus oder Gewaltrituale in der Truppe? Welche Situationen haben Sie selbst erlebt? Wie wurde mit diskriminierendem Fehlverhalten umgegangen? Was hat sie darüber hinaus im Umgang untereinander gestört? Mehr als ein Viertel der Neulinge verlässt die Truppe bereits in der Probezeit, viele freiwillig. Denken Sie darüber nach, die Bundeswehr zu verlassen, oder haben Sie es bereits getan? Wenn ja, warum? Schreiben Sie uns anonym über das Formular oder per Mail an community-redaktion@zeit.de . Ausgewählte Beiträge wollen wir auf zeit.de veröffentlichen, auf Wunsch auch anonymisiert. Unsere Leserschaft bereichert unseren Journalismus. Hier finden Sie alle Stimmen-Texte .