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27.01.2026
09:31 Uhr
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Der Deutsche Gewerkschaftsbund stellt eine Alternative zur Rentenkommission der Bundesregierung vor. Unter den 13 Mitgliedern sind prominente Ex-Politiker.

Als Alternative zur Rentenkommission der Bundesregierung hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine eigene Rentenkommission einberufen. Deren Ziel sei es, einen "umfassend tragfähigen Vorschlag für die Zukunft der Alterssicherung in Deutschland zu beraten", teilte der DGB mit. "Mit unserer Rentenkommission wollen wir einen eigenen, klaren und solidarischen Gegenentwurf vorlegen – jenseits von derzeitigem Stückwerk und kurzfristigen Debatten", sagte DGB-Chefin Yasmin Fahimi. Angehören sollen der Kommission demnach Fahimi selbst sowie die frühere Grünenvorsitzende Ricarda Lang und der frühere SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert, der inzwischen bei der Organisation Finanzwende arbeitet. Außerdem sind weitere Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften, von Sozialverbänden und aus der Wissenschaft geplant. Insgesamt sind es 13 Mitglieder. Der DGB hatte die Einberufung der Kommission bereits vor einer Woche angekündigt . Fahimi warf der Bundesregierung damals vor, eine "vergiftete Debatte über unseren Sozialstaat" losgetreten zu haben. Nun teilte der DGB Einzelheiten zu den Plänen mit. Anfang Januar nahm bereits die Rentenkommission der Bundesregierung ihre Arbeit auf . Baldige konstituierende Sitzung geplant Die DGB-Kommission soll den Angaben zufolge ein Konzept erarbeiten, "das für alle Erwerbstätigen eine auskömmliche und verlässliche Rente gewährleistet". Im Mittelpunkt solle eine starke gesetzliche Rentenversicherung stehen. Kollektive Formen der betrieblichen Altersversorgung und Elemente des sozialen Ausgleichs will die Kommission weiterentwickeln. Dabei soll sie vor allem den Blick richten auf "geschlechtsspezifische Nachteile im Erwerbsleben, die Übernahme von Sorgearbeit und gesundheitlich bedingte Einschränkungen bis hin zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben". Die konstituierende Sitzung der DGB-Rentenkommission ist den Angaben nach für Ende Februar oder Anfang März geplant. Die Abschlussklausur soll im Sommer stattfinden, danach soll ein Abschlussbericht veröffentlicht werden. "Unser Ziel ist eine Alterssicherung, die den Lebensstandard sichert, Armut verhindert und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt", sagte Fahimi. Über den richtigen Weg zur Sicherung der Rente wird seit Langem diskutiert, da weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Rentnerinnen und Rentner finanzieren.