Zeit 01.02.2026
11:52 Uhr

Deutsche Wirtschaft: Jens Spahn fordert zügige Reformen für mehr Wirtschaftswachstum


Sollte die Wirtschaft nicht in Schwung kommen, verliert die Koalition ihre Akzeptanz, fürchtet Jens Spahn. In Wachstum sieht er die "Schicksalsfrage unserer Nation".

Deutsche Wirtschaft: Jens Spahn fordert zügige Reformen für mehr Wirtschaftswachstum
Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat rasche Reformen für mehr Wirtschaftswachstum in Deutschland gefordert. "Es muss schnell gehen", sagte Spahn dem Handelsblatt . "Wenn wir die Wirtschaft nicht in Schwung bringen, verliert diese Koalition ihre Akzeptanz", sagte er. Wachstum sei "die Schicksalsfrage unserer Nation". In steigenden Investitionszahlen erkenne er bereits ein "zartes Pflänzchen des Erfolgs", sagte der CDU-Politiker . "Im zweiten Quartal wollen wir die sozialen Sicherungssysteme und die Lohnnebenkosten angehen." "Wir sind uns mit der SPD einig, dass wir dafür auch das Arbeitsvolumen erhöhen müssen", sagte Spahn. Teilzeit sei nur ein Aspekt dabei. Sie gehöre als individuelle Entscheidung bei vielen jungen Familien dazu. Zuletzt gab es eine von der CDU angestoßene Debatte über die Teilzeitquote in Deutschland . Die angestrebten Reformen hält Spahn für dringend notwendig. "Vor den notwendigen Entscheidungen werden wir uns nicht wegen Wahlterminen drücken können", sagte er. Grunderwerbsteuer bei erstem Immobilienkauf soll abgeschafft werden Spahn forderte zudem, "möglichst viele" Menschen in Deutschland sollten die Chance haben, mit Aktien oder einer Immobilie Vermögen aufzubauen. Die schwarz-rote Koalition habe hier mit der Frühstartrente einen Anfang gemacht. Außerdem sollte die Regierung die Grunderwerbsteuer beim ersten Immobilienkauf abschaffen, sagte Spahn – "damit das Eigenheim für alle erschwinglicher wird". Um für mehr Investitionen zu sorgen, schlug der Unionsfraktionschef vor, Gründer und Unternehmer mit einem Steueranreiz aus dem Ausland nach Deutschland zu locken. Die Politik müsse sich um attraktive Bedingungen für Investoren kümmern. "Gerade aus den USA höre ich, dass viele Gründer und Unternehmer über eine Rückkehr nach Europa nachdenken." Italien habe den Trend früh erkannt und biete steuerliche Vorteile für die ersten Jahre.