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23.12.2025
09:33 Uhr
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Die Importpreise sind im November so stark gefallen wie seit März 2024 nicht mehr. Insbesondere Energieimporte kosten weniger, bestimmte Nahrungsmittel dagegen mehr.

Wegen günstiger Energieimporte sind die deutschen Importpreise im November so stark gefallen wie seit rund anderthalb Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum November vergangenen Jahres sanken sie um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Dies war der stärkste Rückgang gegenüber dem Vorjahr seit März 2024", hieß es. Nach einem Rückgang von 1,4 Prozent im Oktober hatten Experten sogar mit einem Minus von 2,2 Prozent gerechnet. Von Oktober zu November stiegen die Einfuhrpreise um 0,5 Prozent. Energiepreise sanken, Nahrungsmittel wurden teurer Den größten Einfluss auf die Entwicklung hatten die Energieimporte. Diese sanken um 15,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Rohöl kostete 21,7 Prozent weniger, die Preise für Erdgas sanken um 15,6 Prozent, für Strom um 10,6 Prozent. Auch Mineralölerzeugnisse wie Benzin waren 7,2 Prozent günstiger. Lässt man die vergünstigten Energieimporte außen vor, fielen die Einfuhrpreise lediglich um 0,3 Prozent. Nahrungsmittel verteuerten sich dagegen im Schnitt um 2,8 Prozent. Kaffee kostete 36,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, geschälte Haselnüsse waren 62,7 Prozent teurer. Die Preise für Rindfleisch stiegen um 24,8 Prozent, für Orangensaft um 23,0 Prozent und für Geflügelfleisch um 17,1 Prozent. Billiger als im November 2024 wurden unter anderem Olivenöl (minus 22,2 Prozent), Zucker (minus 16,2 Prozent) und Schweinefleisch (minus 12,5 Prozent). Importpreise haben auch Einfluss auf die Inflationsrate Da die deutsche Wirtschaft viele Vorprodukte und Rohstoffe aus dem Ausland importiert , haben die Einfuhrpreise früher oder später auch Einfluss auf die allgemeine Inflation in Deutschland. Im November stagnierte die Inflationsrate bei den Verbraucherpreisen bei 2,3 Prozent. Besonders stark gestiegen sind zuletzt die Preise für Dienstleistungen mit 3,5 Prozent. Ein Grund dafür ist Ökonomen zufolge die Personalknappheit in vielen Servicebetrieben, die zu höheren Lohnkosten führt. Diese werden wiederum an die Kunden weitergegeben.