Zeit 24.02.2026
11:52 Uhr

Deutsche Bischofskonferenz: Deutsche Bischofskonferenz wählt Heiner Wilmer zum neuen Vorsitzenden


Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Er folgt auf Georg Bätzing, der nicht wieder kandidierte.

Deutsche Bischofskonferenz: Deutsche Bischofskonferenz wählt Heiner Wilmer zum neuen Vorsitzenden
Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat auf ihrer Frühjahrsvollversammlung in Würzburg den Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der Limburger Bischof Georg Bätzing hatte den Vorsitz in den vergangenen sechs Jahren inne. Der 64-Jährige hatte im Januar erklärt, nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Bischof Heiner Wilmer steht seit 2018 an der Spitze des norddeutschen Bistums Hildesheim. Wilmer gilt als Vermittler zwischen Konservativen und Reformern. "Die Zeiten sind vorbei, dass der Bischof ein Herrscher ist", sagte er einmal in einem Interview. Er wolle dafür sorgen, dass andere Verantwortung übernehmen. Kurz nach seiner Bischofsweihe versprach Wilmer, Fälle von sexuellem Missbrauch schonungslos aufzuklären. Die Aufarbeitung bezeichnet er inzwischen als Daueraufgabe. Im Bistum Hildesheim gab es bereits mehrere wissenschaftliche Untersuchungen. Im vergangenen Jahr beauftragte Wilmer eine weitere Studie, die den Zeitraum von 1945 bis 2024 und damit auch den ersten Teil seiner eigenen Amtszeit in den Blick nehmen soll. Für Kompromisse bei der Reform der Renten- und Sozialsysteme In der Deutschen Bischofskonferenz leitete er bislang die Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen. Bei einem Auftritt in der Berliner Bundespressekonferenz warb er zuletzt für Kompromisse bei der Reform der Renten- und Sozialsysteme. "Es kann nicht sein, dass die Lasten unverhältnismäßig auf die junge und jüngere Generation abgewälzt werden", sagte er. Es dürfe aber ebenfalls nicht sein, dass die ältere Generation nach jahrelanger Arbeit und langem Einzahlen in die Altersarmut rutsche. Auch eine längere Lebensarbeitszeit dürfe kein Tabu sein. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.