Zeit 25.02.2026
18:38 Uhr

Deutsche Bahn: Reisende müssen nach Angriff auf Zugbegleiter ICE verlassen


Erneut ist in einem ICE die Fahrkartenkontrolle eskaliert. Eine Frau soll den Zugchef geschlagen haben. Rund hundert Fahrgäste mussten deshalb in Stendal aussteigen.

Deutsche Bahn: Reisende müssen nach Angriff auf Zugbegleiter ICE verlassen
Wegen eines Angriffs auf einen Zugbegleiter ist die Fahrt eines ICE von Wolfsburg in Richtung Berlin abgebrochen worden. Rund hundert Reisende mussten Angaben der Bundespolizei zufolge den ICE in Stendal in Sachsen-Anhalt verlassen und auf einen späteren Zug ausweichen. Eine 35-Jährige hatte Polizeiangaben zufolge den Zugchef mit der Faust angegriffen, weil sie wegen eines ungültigen Fahrscheins den Zug verlassen sollte. Der Zugchef habe anschließend über Schmerzen im Bauch geklagt und seinen Dienst abbrechen müssen. Mehr als 3.000 Angriffe auf Bahnmitarbeiter Gegen die Frau wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs, Hausfriedensbruchs, Körperverletzung und Sachbeschädigung eingeleitet. Im vergangenen Jahr hat es Angaben der Deutschen Bahn zufolge mehr als 3.000 Angriffe auf Bahnmitarbeiter gegeben – etwa bei Fahrkartenkontrollen und der Durchsetzung des Hausrechts. In den vergangenen Jahren nahm die Zahl der Angriffe, die sich auch gegen Sicherheitskräfte und Reinigungspersonal richten, zu. Anfang Februar hatte der Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz für Entsetzen gesorgt. Ein 26-Jähriger hatte im Zuge einer Ticketkontrolle in einer Regionalbahn den Zugbegleiter attackiert. Dieser starb an seinen Verletzungen . Die Bahn kündigte nach dem Vorfall Schutzmaßnahmen für ihre Beschäftigten an. Geplant sind etwa mehr Personal an Bahnhöfen, Bodycams, bessere Schutzausrüstung und Deeskalationstraining.