Zeit 06.03.2026
16:42 Uhr

Deutsche Bahn: Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr bleibt bei unter 60 Prozent


Im Februar sind knapp drei von fünf Fernzügen mit weniger als sechs Minuten Verspätung ans Ziel gekommen. Im Januar hatte die Quote noch bei rund 52 Prozent gelegen.

Deutsche Bahn: Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr bleibt bei unter 60 Prozent
Die Pünktlichkeit der Züge im Fernverkehr der Deutschen Bahn hat sich im Februar etwas verbessert. Allerdings kamen weiterhin nur knapp drei von fünf Zügen mit weniger als sechs Minuten Verspätung ans Ziel, wie die Bahn mitteilte. "Die extreme Winterlage mit lang anhaltendem Frost führte noch bis Mitte Februar zu teils starken regionalen Auswirkungen im Schienennetz", teilte das Unternehmen mit. Im Februar lag die Quote nun bei 59,4 Prozent – laut Bahnangaben sind das jedoch nur vorläufige Werte. Als verspätet gilt ein Zug nach Bahndefinition ab einer Verzögerung von sechs Minuten. Zugausfälle werden in der Statistik nicht berücksichtigt. Im Januar war die Pünktlichkeitsquote im DB-Fernverkehr auf 52,1 Prozent abgesackt. Mitte des Monats hatte das Sturmtief Elli den Zugverkehr in weiten Teilen Norddeutschlands tagelang lahmgelegt. In den darauffolgenden Wochen führten Eis und Schnee zu weiteren Problemen, etwa durch eingefrorene Weichen . Neben dem Winterwetter sorgte den Angaben der Bahn zufolge auch die hohe Belastung des an vielen Stellen maroden Schienennetzes und ein "anhaltend hohes Bauvolumen" für Verspätungen . Historischer Tiefwert im Oktober Die Bahn steckt seit Jahren in einer Krise. Große Teile der Infrastruktur sind marode und störanfällig, die Pünktlichkeitswerte insbesondere im Fernverkehr leiden darunter. Die Pünktlichkeit hatte im Oktober mit 51,5 Prozent einen historischen Tiefpunkt erreicht. Im Schnitt des Jahres 2025 hatte sie bei 60,1 Prozent gelegen. Bahnchefin Evelyn Palla peilt im Fernverkehr für dieses Jahr eine Pünktlichkeit von 60 Prozent an. Im Nahverkehr lag die Pünktlichkeitsquote im Februar bei 88,7 Prozent – 1,5 Prozentpunkte mehr als im Januar. Im Nahverkehr sind die Quoten stets deutlich höher als im Fernverkehr, unter anderem weil hier verspätete Züge aufgrund der Vielzahl an Verbindungen nicht so stark ins Gewicht fallen. Zudem sind die zurückgelegten Wege deutlich kürzer.