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11.12.2025
13:09 Uhr
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Evelyn Palla kündigt ein "Umbaujahr" für die Deutsche Bahn an. Ab Anfang 2026 sollen drei Sofortprogramme starten. Unter anderem soll die Sauberkeit verbessert werden.

Die neue Chefin der Deutschen Bahn (DB), Evelyn Palla, hat Maßnahmen angekündigt, die für mehr Zuverlässigkeit sorgen sollen. Es sei ein Weg der vielen kleinen Schritte, sagte sie. 2026 werde für das Unternehmen ein Umbaujahr. Ziel sei laut Palla "eine deutlich leistungsfähigere und damit kundenfreundlichere DB". Eine bessere Bahn brauche einen "konsequenten Neustart und ein radikales Umdenken auf allen Ebenen", sagte Palla, die ihr Amt Anfang Oktober angetreten hatte. Die neue Konzernstruktur soll nach Unternehmensangaben Verantwortlichkeiten klarer zuordnen und Strukturen sowie Arbeits- und Entscheidungswege effizienter machen. Personalabbau in der Konzernleitung Ab Januar soll die neue Konzernstruktur greifen, teilte Palla mit. Entscheidungen sollten näher am Kunden getroffen werden. In der Zentrale sollen auch in den Vorständen und in der Ebene darunter zahlreiche Jobs wegfallen. Palla sieht den Aufsichtsrat auf ihrer Seite. Dieser habe das Konzept zum Umbau am Mittwoch begrüßt. Weitere Umbauphasen sollen bis Ende 2026 folgen. Die Vorstände werden verkleinert , auf Konzernebene von acht auf sechs Posten. Ähnlich wird bei den Tochterfirmen vorgegangen. Die Bahn streicht zudem eine komplette Zwischenebene zwischen Vorstand und erster Führungsebene. Zudem wird die erste Führungsebene in etwa halbiert. "Der Personalabbau in der Konzernleitung wird fortgesetzt", teilte das Unternehmen weiter mit. Konkrete Zahlen werde es aber erst 2026 geben. "Die DB bietet den betroffenen Mitarbeitenden über den internen konzernweiten Arbeitsmarkt neue Tätigkeiten an." 60 Prozent der Fernzüge sollen 2026 pünktlich sein Im kommenden Jahr will sich die Bahn auch bei der Pünktlichkeit verbessern, Fahrgäste müssen trotzdem weiter mit Verspätungen rechnen. Im Fernverkehr sollten mindestens 60 Prozent der Züge pünktlich unterwegs sein, sagte Palla. In den vergangenen Monaten war fast jeder zweite ICE und IC verspätet. "Wir hatten auch im Jahr 2025 einen deutlich sinkenden Trend bei der Pünktlichkeit insbesondere im Fern- und Regionalverkehr", sagte die Bahnchefin. Es gehe nun darum, diesen fallenden Trend zu stabilisieren. An dem von der Bundesregierung vorgegebenen Ziel von einer Pünktlichkeitsquote von mindestens 70 Prozent bis Ende 2029 hält Palla fest. Programme für Sauberkeit und Sicherheit Ab Anfang kommenden Jahres würden drei Sofortprogramme starten, sagte Palla. Sie sollen die Informationen für Reisende, die Sauberkeit und die Sicherheit spürbar verbessern. "Allein dafür nimmt die DB 2026 mehr als 140 Millionen Euro zusätzlich in die Hand", kündigte der Konzern an.