Zeit 29.11.2025
04:19 Uhr

Der US-Überblick am Morgen: USA stoppen Asylentscheidungen, Bericht über Telefonat mit Maduro


Nach den Schüssen auf Nationalgardisten pausiert die US-Regierung alle Asylverfahren. Donald Trump soll laut einem Bericht mit Nicolás Maduro telefoniert haben. Die Nacht

Der US-Überblick am Morgen: USA stoppen Asylentscheidungen, Bericht über Telefonat mit Maduro
Einwanderungsbehörde setzt alle Asylentscheidungen vorerst aus Die US-Einwanderungsbehörde USCIS hat nach den Schüssen auf zwei Nationalgardisten in Washington, D. C. eine Aussetzung aller Asylentscheidungen angekündigt. Der Stopp gelte, bis man sicherstellen könne, dass jeder Ausländer so gründlich wie möglich überprüft und kontrolliert werde, schrieb der Leiter der Behörde, Joseph Edlow, auf der Plattform X und auf Facebook. Am Mittwoch waren zwei Nationalgardisten in der Nähe des Weißen Hauses angeschossen worden, der mutmaßliche Täter – ein 2021 in die USA eingereister Afghane, der mit der US-Regierung und der CIA im Ausland zusammengearbeitet hatte – wurde festgenommen. US-Präsident Donald Trump verschärft seitdem seine Migrationspolitik: Nach der Tat kündigte er einen vollständigen Aufnahmestopp der USA für alle Menschen aus "Drittweltländern" an und forderte die Kontrolle von Greencards "aller Ausländer aus allen problematischen Ländern". Lesen Sie hier mehr zum Stopp der Entscheidungen über Asylanträge . Donald Trump will Dekrete aus Amtszeit von Joe Biden aufheben US-Präsident Trump hat die Aufhebung eines Großteils der Dekrete seines Amtsvorgängers Joe Biden in Aussicht gestellt. Jedes von Biden mit einer mechanischen Signaturhilfe unterzeichnete Dokument, "was schätzungsweise 92 Prozent von ihnen waren, ist hiermit gekündigt und hat keine weitere Gültigkeit oder Wirkung", teilte Trump auf sozialen Netzwerken mit. Der sogenannte Autopen sei unrechtmäßig genutzt worden, behauptete er. Belege oder Details nannte Trump nicht. US-Präsidenten dürfen Signaturhilfen nutzen. Die Republikaner werten die mutmaßliche Nutzung des Autopen als Zeichen für das hohe Alter und die Schwäche von Trumps Vorgänger und werfen Bidens Mitarbeitern vor, die Signaturhilfe teils ohne das Wissen des damaligen US-Präsidenten genutzt zu haben. Biden selbst hat die Anschuldigungen schon in der Vergangenheit als "lächerlich und falsch" zurückgewiesen. Lesen Sie hier mehr zur Ankündigung des US-Präsidenten . Bericht über Telefonat zwischen Nicolás Maduro und Donald Trump Laut einem US-Medienbericht haben Donald Trump und sein venezolanischer Amtskollege Nicolás Maduro inmitten wachsender Spannungen zwischen beiden Ländern miteinander telefoniert. Dabei hätten sie ein mögliches Treffen in den USA besprochen, berichtete die New York Times. US-Außenminister Marco Rubio nahm demnach ebenfalls an dem Telefongespräch teil. Die USA hatten in den vergangenen Wochen mehrere Kriegsschiffe zur mutmaßlichen Drogenbekämpfung in die Karibik entsandt und bislang mehr als 80 Menschen getötet, außerdem kündigte der US-Präsident zuletzt Einsätze auf dem Landweg in naher Zukunft an. Die USA werfen insbesondere Venezuela vor, Drogenbanden zu kontrollieren und damit die Sicherheit der USA zu gefährden. Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz. US-Militär soll Überlebende bei Angriff auf Boot in Karibik gezielt getötet haben Bei einem Angriff auf ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Boot in der Karibik Anfang September könnte das US-Militär offenbar gegen das Völkerrecht verstoßen haben. Bei dem Angriff soll es zunächst Überlebende gegeben haben, wie der Sender CNN und die Zeitung Washington Post berichteten. Daraufhin habe die Armee das Boot erneut angegriffen und die beiden Männer getötet. Die Männer hatten sich dem Bericht der Washington Post zufolge an das brennende Wrack geklammert, stellten also keine Bedrohung dar. In beiden Medienberichten hieß es, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth habe zuvor selbst die Anweisung gegeben, "alle zu töten". Das Pentagon wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa nicht zu den Medienberichten äußern. Insgesamt wurden bei dem Angriff nach Angaben der US-Regierung elf Menschen getötet. Lesen Sie hier mehr über die mutmaßlichen Völkerrechtsverstöße im Rahmen des US-Angriffs . Trump will inhaftierten früheren Präsidenten von Honduras begnadigen Der US-Präsident hat die Begnadigung des früheren honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández angekündigt. Dieser verbüßt in den USA eine 45-jährige Haftstrafe wegen Drogenhandels und Waffendelikten. "Ich werde dem ehemaligen Präsidenten Juan Orlando Hernández eine vollständige und umfassende Begnadigung erteilen", teilte Trump mit. Hernández sei "sehr hart und unfair behandelt" worden. Hernández war von 2014 bis 2022 Präsident von Honduras und wurde kurz nach dem Ende seiner Amtszeit an die USA ausgeliefert. Im vergangenen Jahr wurde er von einem Gericht in New York wegen internationalen Drogenhandels zu 45 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, den Schmuggel des überwiegend aus Kolumbien und Venezuela stammenden Kokains über Honduras in die USA möglich gemacht zu haben. Lesen Sie hier mehr zur möglichen Begnadigung von Juan Orlando Hernández . Eine Chronik der Arbeit der US-Regierung unter Donald Trump seit ihrem Amtsantritt finden Sie hier .