Zeit 19.01.2026
13:58 Uhr

Demografie: Chinas Geburtenzahlen auf historischem Tiefstand


Trotz Reformen erlebt China den stärksten Geburtenrückgang seiner Geschichte. Hauptgründe sind hohe Lebenshaltungskosten und immer weniger Frauen im gebärfähigen Alter.

Demografie: Chinas Geburtenzahlen auf historischem Tiefstand
Die Zahl der Geburten in China ist im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit der Gründung der Volksrepublik gefallen. Nach Angaben des Statistikamtes in Peking kamen im Jahr 2023 nur 7,92 Millionen Babys zur Welt – 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Trotz der Aufhebung der Ein-Kind-Politik vor zehn Jahren setzt sich die Überalterung der Gesellschaft in China weiter fort: Die Bevölkerung schrumpfte in dem Land um weitere 3,4 Millionen Menschen. Die sogenannte Fruchtbarkeitsrate – welche die durchschnittliche Anzahl von Kindern angibt, die eine Frau während ihres gebärfähigen Alters zur Welt bringen würde – sank auf 0,98 Kinder pro Frau. Damit liegt sie weit unter dem Wert von 2,1, der nötig wäre, um die Bevölkerungszahl stabil zu halten. Die Hauptgründe für den Einbruch sind die hohen Lebenshaltungskosten, eine schlechtere Wirtschaftslage und immer weniger Frauen im gebärfähigen Alter. Für die Regierung ist das ein weiterer Rückschlag, denn seit Jahren versucht China, mit finanziellen Anreizen und Familienförderung gegen den Trend zusteuern. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.