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10.08.2026
12:57 Uhr
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In den 1980er-Jahren war jede sechste Person zwischen 15 und 24 Jahre alt. Seitdem gibt es immer weniger junge Menschen. In Ostdeutschland ist der Trend besonders stark.

In Deutschland leben immer weniger junge Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. »Bereits seit Anfang der 2020er Jahre liegt der Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung auf diesem Tiefstand«, erklärte das Statistische Bundesamt. Im bundesweiten Durchschnitt machen die 8,3 Millionen junge Menschen nur noch 10,0 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Den höchsten Anteil an der Gesamtbevölkerung hatten junge Menschen in der ersten Hälfte der 1980er Jahre, als die geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer im jugendlichen Alter waren. 1983 war auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik jede sechste Person (16,7 Prozent) 15 bis 24 Jahre alt. Ostdeutschland besonders stark betroffen In Ostdeutschland ist die Abwesenheit junger Menschen besonders stark zu verzeichnen: In Brandenburg lag der Anteil der jungen Menschen 2025 nur bei 8,8 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt bei je 9,1 Prozent und in Thüringen bei 9,2 Prozent. Die höchsten Anteile verzeichneten im vergangenen Jahr die Stadtstaaten Bremen mit 11,1 Prozent und Hamburg mit 10,5 Prozent sowie das Flächenland Baden-Württemberg mit 10,4 Prozent. Deutschland unter EU-Wert Auch im EU-Vergleich liegt Deutschland mit seinem Wert unter dem Durchschnitt von 10,7 Prozent. Den höchsten Anteil junger Menschen in der EU wies zum Jahresbeginn 2025 Irland mit 12,7 Prozent auf, den niedrigsten Malta mit 9,4 Prozent. Ohne Zuwanderung wäre der Anteil junger Menschen noch geringer . Bei der Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte lag der Anteil der 15- bis 24-Jährigen 2025 in Deutschland nur bei 8,5 Prozent. In der Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte waren es dagegen 12,2 Prozent. Als Menschen mit Einwanderungsgeschichte gelten Personen, die entweder selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 zugewandert sind.