Zeit 29.01.2026
09:49 Uhr

Dax-Konzern: Deutsche Bank steigerte Gewinn 2025 deutlich


Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Bank einen historischen Gewinnsprung vorgelegt. Mit gut 9,7 Milliarden Euro erzielte sie den bislang besten Wert vor Steuern.

Dax-Konzern: Deutsche Bank steigerte Gewinn 2025 deutlich
Die Deutsche Bank hat 2025 einen historischen Gewinn von gut 9,7 Milliarden Euro vor Steuern verzeichnet. Das teilte der Dax-Konzern mit. Es ist das höchste Vorsteuerergebnis in der Geschichte des Geldinstituts. Nach Steuern blieb den Aktionären im vergangenen Jahr ein Nettogewinn von 6,12 Milliarden Euro, mehr als doppelt ‍so viel wie die 2,7 Milliarden Euro aus dem Vorjahr. Damit lag die Summe auch über den Erwartungen ‌der Analysten, deren Prognose sich im Schnitt auf 5,94 Milliarden Euro belaufen hatte. Einen höheren Nettoüberschuss konnte die Deutsche Bank nur im Jahr 2007 erzielen, damals rund 6,5 Milliarden Euro. Dividende steigt auf einen Euro Das Institut sei "auf dem Weg zu unserem langfristigen Ziel, der europäische Champion zu werden", sagte Konzernchef Christian Sewing. Deutschlands größte Bank schloss damit das sechste Jahr in Folge mit einem ⁠Gewinn ab. Die Aktionäre sollen für 2025 eine Dividende von einem Euro je Aktie erhalten, nach 68 Cent je Aktie im Jahr zuvor. Im Gesamtjahr 2024 hatte die Deutsche Bank vor Steuern knapp 5,3 Milliarden Euro verdient, das auf die Anteilseigner entfallende Nettoergebnis lag bei rund 2,7 Milliarden Euro. Grund für den damaligen Gewinnrückgang war vor allem die Entschädigung früherer Postbank-Aktionäre . Ihre Erträge, Einnahmen ohne Abzug von Kosten, steigerte die Deutsche Bank im vergangenen Jahr um rund zwei Milliarden Euro auf 32 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr werden 33 Milliarden Euro erwartet. Im November 2025 hatte Sewing angekündigt, die Erträge bis 2028 auf rund 37 Milliarden Euro anheben zu wollen. Deutsche Bank erneut unter Geldwäscheverdacht Die Bilanz wird allerdings von neuen Geldwäscheermittlungen gegen Verantwortliche und Mitarbeiter des Geldinstituts überschattet. Am Tag vor der Gewinnmeldung hatten Ermittler die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main sowie Geschäftsräume in Berlin durchsucht. Die Deutsche Bank habe in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften unterhalten, die im Verdacht stünden, "zum Zwecke der Geldwäsche eingesetzt ​worden zu sein", teilte die Frankfurter Staatsanwaltschaft mit. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa geht es um Geschäfte im verschachtelten Firmenkonglomerat des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch aus den Jahren 2013 bis 2018. Abramowitsch steht seit 2022 auf der Sanktionsliste der EU. Die Deutsche Bank war in den vergangenen Jahren immer wieder mit dem Vorwurf der Geldwäsche konfrontiert worden. Neben Bußgeldern ließ die Finanzaufsicht Bafin entsprechende Geschäfte der Bank über Jahre durch einen Sonderaufpasser überwachen.