Zeit 26.02.2026
19:00 Uhr

Dänemark: Dänen wählen Ende März ein neues Parlament


Der Termin für eine vorgezogene Parlamentswahl in Dänemark steht fest. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigte den 24. März als Wahltag an.

Dänemark: Dänen wählen Ende März ein neues Parlament
Dänemark wird am 24. März ein neues Parlament wählen. Das gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bekannt. "Es liegt nun an Ihnen, den Wählern, zu entscheiden, welche Richtung Dänemark in den nächsten vier Jahren einschlagen wird. Und ich freue mich darauf", sagte die 48-jährige Sozialdemokratin im Parlament. Parlamentswahlen müssen in Dänemark mindestens alle vier Jahre stattfinden, aber der Ministerpräsident oder die Ministerpräsidentin kann jederzeit Neuwahlen ausrufen. Die letzte Wahl fand am 1. November 2022 statt und führte zu einer Dreiparteienkoalition über die traditionellen Blockgrenzen hinaus. Frederiksen, die bereits seit 2019 Regierungschefin ist, führt derzeit ein Bündnis mit der Partei Venstre von Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und den Moderaten von Außenminister Lars Løkke Rasmussen an. 175 der 179 Sitze des dänischen Parlaments, bekannt als Folketing, gehen an Abgeordnete, die Wahlkreise in Dänemark vertreten. Jeweils zwei Sitze gehen an die halbautonomen Territorien Grönland und die Färöer-Inseln. Frederiksen hofft auf Wiederwahl Die wichtigsten Wahlkampfthemen dürften neben Migrationspolitik auch Grönland und die USA sein. Frederiksen hofft, dass ihre entschlossene Haltung gegenüber dem US-Präsidenten Donald Trump von den Wählerinnen und Wählern gewürdigt wird. Sie hatte gewarnt, dass eine Übernahme Grönlands durch die USA das Ende der Nato bedeuten würde, und Trumps Angebote klar zurückgewiesen. Sie erhielt dabei Unterstützung von zahlreichen anderen europäischen Regierungschefs. Im Falle eines Wahlsiegs will Frederiksen nach eigenen Worten die Aufrüstung Dänemarks weiter vorantreiben. Zum Schutz Europas werde sie auch künftig die Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland unterstützen, sagte sie. Die dänischen Sozialdemokraten hatten bei der Europawahl 2024 und bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr Niederlagen erlebt. In nahezu der Hälfte der von ihnen zuvor regierten Kommunen verloren sie die Mehrheit, in der Hauptstadt Kopenhagen endete die seit mehr als einem Jahrhundert andauernde sozialdemokratische Stadtregierung.