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26.02.2026
06:49 Uhr
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Deutschland will mit Israel im Bereich der Cybersicherheit zusammenarbeiten. Über Details gibt es in der Bundesregierung noch keinen Konsens.

Über den von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) angekündigten Cyber- und Sicherheitspakt mit Israel gibt es innerhalb der Regierung noch Gesprächsbedarf. In einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion heißt es, bei der Erstellung des Konzepts für einen deutschen "Cyberdome " sei eine enge Zusammenarbeit mit Israel vorgesehen, um von den dortigen Erfahrungen bei der automatisierten Erkennung und Blockierung von Cyberangriffen zu profitieren. "Konkrete Details zu einer diesbezüglichen Zusammenarbeit mit Israel sind zum aktuellen Zeitpunkt regierungsintern noch nicht abschließend abgestimmt", führte das Bundesinnenministerium weiter aus. Daher könne dazu keine weitere Auskunft erteilt werden. Der Pakt wird von der Bundesregierung als politische Absichtserklärung eingestuft, nicht als völkerrechtlich verbindliches Abkommen. Vertreter des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) waren im Januar für eine Übung in Israel . Dabei ging es um die Abwehr eines weitreichenden Cyberangriffs. Die Übung war laut Bundesinnenministerium der erste konkrete Schritt aus dem Cyber- und Sicherheitspakt, den Dobrindt und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kürzlich vereinbart hatten. Linke kritisiert Informationsblockade beim Thema "Cyberdome" Die Linksfraktion wollte von der Bundesregierung auch wissen, welche Erkenntnisse Dobrindt "angesichts der offensichtlich vollkommen unterschiedlichen geografischen, politischen und historischen Rahmenbedingungen" von dem Pakt mit Israel für den Bevölkerungs- und Zivilschutz erwartet. In ihrer Antwort teilte die Regierung mit, der Minister erwarte "praxisnahe Erkenntnisse aus einem Land mit hoher Einsatzfrequenz". Diese Erfahrungen würden dann angepasst an deutsche Verhältnisse in die Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzes einfließen. Der Innenpolitiker Jan Köstering (Linke) sieht vor allem beim Projekt "Cyberdome" zentrale Fragen unbeantwortet. "Sobald es um mögliche gemeinsame Dateien deutscher Sicherheitsbehörden mit israelischen Stellen geht, blockt das Innenministerium ab." Bei seinem damaligen Besuch in Israel hatte Dobrindt den Cyberdome als einen "schlagkräftigen, digitalen Schutzschild gegen Spionage und Sabotage und zum Schutz kritischer Infrastruktur, etwa von Energie- und Kommunikationsunternehmen" umschrieben. Das Kabinett hatte im August 2025 Eckpunkte für mehr Cybersicherheit beschlossen. Unter anderem wurde ein Gesetzentwurf zu erweiterten Cyberabwehrbefugnissen der Sicherheitsbehörden des Bundes angekündigt. Der sollte eigentlich bis Ende vergangenen Jahres vorliegen, ist aber noch in Arbeit. Im Januar hatte Dobrindt in einem Interview erneut angekündigt, härter gegen Cyberangriffe vorgehen zu wollen .