Zeit 04.01.2026
04:57 Uhr

Crans-Montana: Ermittler identifizieren weitere Tote der Schweizer Brandkatastrophe


Die Identität von elf Toten steht inzwischen fest. Laut Polizei kamen acht aus der Schweiz, weitere aus Italien. Für Freitag wurde ein nationaler Trauertag angekündigt.

Crans-Montana: Ermittler identifizieren weitere Tote der Schweizer Brandkatastrophe
Nach dem verheerenden Brand im Schweizer Skiort Crans-Montana hat die Polizei elf der 40 Toten identifiziert. Wie die Schweizer Ermittler bekannt gaben, handelt es sich um acht Menschen aus der Schweiz im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. Italienische Medien berichteten zudem, dass auch drei italienische Staatsbürger unter den Toten identifiziert worden seien. Gegen die beiden Betreiber der betroffenen Bar Le Constellation läuft ein Ermittlungsverfahren . Für Freitag wurde ein nationaler Trauertag angekündigt. Wie die Polizei mitteilte, seien die sterblichen Überreste der Schweizer Toten an ihre Familien übergeben worden. Die Arbeiten zur Identifizierung der übrigen Toten sowie einiger der 119 Verletzten dauerten an. Nach dem letzten Stand der Ermittlungen waren unter den Verletzten 71 Schweizer, 14 Franzosen, elf Italiener und vier Serben. Deutsche Opfer wurden bislang nicht gemeldet. Den Behörden zufolge ist eine Spezialeinheit zur Identifizierung von Katastrophenopfern im Einsatz. Diese war nach der Tsunamikatastrophe 2004 in Südostasien aufgebaut worden. Viele Opfer haben schwerste Brandverletzungen erlitten und müssen in Spezialkliniken behandelt werden. Elf Schwerverletzte werden nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Deutschland medizinisch versorgt. Die Bar war besonders bei jungem Publikum beliebt, entsprechend sind die meisten Schwerletzten Teenager oder junge Erwachsene. Menschen legen Blumen, Kerzen und Plüschtiere nieder Im Zentrum des Skiorts Crans-Montana versammelten sich am Samstag immer wieder Menschen nahe dem Unglücksort und legten Blumen, Briefe, Kerzen und Plüschtiere als Zeichen der Anteilnahme für die Opfer und ihre Familien nieder. Der Schock über die "unermessliche Tragödie" sitze tief, sagte der Schweizer Justizminister Beat Jans bei einem Besuch am Unglücksort. Die Justiz werde alles tun, um die Verantwortung für die Katastrophe zu klären. Für die Opfer sind in den kommenden Tagen mehrere Gedenkfeiern geplant. Am späten Samstagabend war die Kirche von Crans-Montana während eines Gedenkgottesdienstes mit Menschen aller Altersgruppen gefüllt. Für Sonntag wurde ein Schweigemarsch zur Bar Le Constellation nach dem Gottesdienst angekündigt. Bei der Katastrophe war in der Bar Le Constellation in Crans-Montana in der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen . Die Ermittler gehen davon aus, dass der Brand durch bengalisches Feuerwerk ausgelöst wurde , das in Champagnerflaschen steckte. Viele junge Menschen konnten sich nicht mehr oder nur schwer verletzt nach draußen retten. Offiziellen Angaben zufolge gab es bei dem Brand etwa 40 Tote und 119 Verletzte.