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10.12.2025
12:51 Uhr
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Christine Lagarde stellt eine bessere Entwicklung der Wirtschaft im Euroraum in Aussicht. Die EZB-Chefin deutet neue Prognoseanpassungen und stabile Zinsen an.

Die Wirtschaft im Euroraum könnte sich nach Einschätzung von EZB-Präsidentin Christine Lagarde stärker erholen als bisher erwartet. "Zuletzt haben wir unsere Projektionen angehoben", sagte sie auf einer Veranstaltung der Zeitung Financial Times . "Ich vermute, wir könnten das im Dezember erneut tun." Die nächste geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank steht kommende Woche an. Dann legt die EZB auch ihre neuen Quartalsprognosen vor. Lagarde betonte, die Geldpolitik sei derzeit "gut aufgestellt" – ein Satz, den viele Anleger als Hinweis werten, dass der Leitzins vorerst stabil bleibt. Keine Zinsänderungen in Sicht Seit Mitte 2025 liegt der Leitzins der Europäischen Zentralbank bei zwei Prozent – halb so hoch wie ein Jahr zuvor. Grund für die Senkung war die nachlassende Inflation. Seither wurde der Zinssatz nicht mehr verändert. Auch andere EZB-Vertreter haben Zinssenkungen eine Absage erteilt. Der französische Zentralbankchef François Villeroy de Galhau sprach sich im Gespräch mit CNews und Europe 1 dafür aus, die Zinsen stabil zu halten. Ähnlich äußerte sich EZB-Ratsmitglied Gediminas Šimkus. "Wir haben eine Inflationsrate, die mittelfristig mehr oder weniger nahe am Ziel von zwei Prozent liegt", sagte er der Nachrichtenagentur Bloomberg . "Das spricht dafür, dass eine Zinsänderung nicht nötig ist - nicht nur bei der nächsten Sitzung im Dezember, sondern auch bei weiteren Sitzungen."