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18.01.2026
16:59 Uhr
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Bei schweren Waldbränden in Chile sind mindestens 15 Menschen gestorben. Die Regierung rief für betroffene Regionen den Katastrophenfall aus.

Bei schweren Waldbränden in Chile sind Regierungsangaben zufolge mindestens 15 Menschen gestorben. Etwa 50.000 Bewohner der Regionen Biobío und Ñuble seien aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen, sagte Innenminister Álvaro Elizalde. Hunderte Einsatzkräfte und Soldaten kämpften nach Angaben der Forstbehörde gegen insgesamt 24 Brände. In der Ortschaft Penco seien mindestens 14 Tote registriert worden, sagte Bürgermeister Rodrigo Vera unter Berufung auf die Polizei im Radiosender Bío Bío . Das Innenministerium hatte zuvor zwei Tote bekannt gegeben, mindestens einer davon wurde an einem anderen Ort registriert. Regierung erklärt für betroffene Regionen den Katastrophenfall Chiles Präsident Gabriel Boric hatte für die zwei Regionen Biobío und Ñuble, etwa 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile , den Katastrophenfall ausgerufen. Die Brände gingen den Angaben zufolge auch auf mehrere Wohngebiete über, unter anderem in der Großstadt Concepción. Bislang wurden durch die Feuer mehr als 250 Häuser zerstört. Nach Angaben der Forstverwaltung waren knapp 100 Quadratkilometer von den Bränden betroffen. Im Sommer auf der Südhalbkugel kommt es in Chile immer wieder zu schweren Waldbränden. 2025 starben mehr als 100 Menschen bei Waldbränden. Etwa 15.000 Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Im Februar 2024 wurden Waldbrände in Viña del Mar mit 138 Toten als schlimmste Katastrophe seit 2010 eingestuft.