Zeit 26.11.2025
14:49 Uhr

ChatGPT: Zwei Drittel aller Deutschen nutzen künstliche Intelligenz


Unter den KI-Chatbots liegt ChatGPT laut einer Forsa-Umfrage in Deutschland weiterhin vorn. Doch andere Unternehmen holen auf – auch aus Deutschland.

ChatGPT: Zwei Drittel aller Deutschen nutzen künstliche Intelligenz
Rund drei Jahre nach der markttauglichen Einführung von ChatGPT nutzen zwei Drittel aller Deutschen laut einer Umfrage KI . In einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des TÜV-Verbands gaben 65 Prozent der rund 1.000 Befragten an, KI regelmäßig zu verwenden. Das ist deutlich mehr als bei vergleichbaren Erhebungen vor einem Jahr (53 Prozent) und vor zwei Jahren (37 Prozent). Unter den Befragten zwischen 16 und 29 Jahren lag der Anteil der KI-Nutzer in diesem Jahr bei 91 Prozent. Fast jeder zweite Befragte (45 Prozent) nutzt KI nach eigenen Angaben mehrmals pro Woche; unter den jüngeren Befragten zwischen 16 und 29 Jahren sind es 55 Prozent. 12 Prozent der Befragten gaben an, KI jeden Tag zu verwenden. Die Umfrage ist laut Forsa repräsentativ. Auf den größten Marktanteil kommt laut Umfrage ChatGPT . 85 Prozent der Befragten sagten, dass sie den Chatbot von OpenAI bereits genutzt hätten. Danach folgen mit deutlichem Abstand die Mitbewerber: Einer von drei Befragten (33 Prozent) nutzte nach eigenen Angaben Google Gemini , einer von vier (26 Prozent) Copilot von Microsoft . Kölner Start-up auf Platz vier Auch ein Unternehmen aus Deutschland taucht in der Forsa-Erhebung auf: Das Kölner Start-up DeepL liegt dort auf dem vierten Platz. Das Unternehmen hat sich ursprünglich auf Übersetzungssoftware spezialisiert, hat mittlerweile aber auch eigene KI-Sprachmodelle entwickelt. Auf dem fünften Platz folgt Facebooks Meta AI. Anwendungen wie Perplexity, Claude AI, DeepSeek, oder Grok von Elon Musks xAI spielen in den Umfrageergebnissen nur eine untergeordnete Rolle. Die Menschen in Deutschland nutzen KI laut Forsa etwas anders als noch vor einem Jahr. Von den Befragten, die KI nutzten, sagten fast drei Viertel (72 Prozent), dass sie KI zur Recherche verwenden – verglichen mit 48 Prozent im Vorjahr. Dagegen gaben etwas weniger Menschen (43 Prozent) an, Texte mithilfe von KI zu erstellen. Vor einem Jahr hatte dieser Wert noch bei 50 Prozent gelegen. Der TÜV-Verband forderte mit Blick auf die Umfrageergebnisse mehr Aufklärung über die Gefahren künstlicher Intelligenz . Sicherheitsbedenken würden mit der rasanten Entwicklung nicht Schritt halten: "Viele erkennen den Unterschied zwischen realen und KI-Inhalten kaum und unterschätzen die Risiken von Deepfakes und Datenlecks", sagte der Geschäftsführer des TÜV-Verbands Joachim Bühler. "Wir müssen dafür sorgen, dass zur breiten Nutzung auch ein sicherer und aufgeklärter Umgang mit KI gehört."