Zeit 21.11.2025
06:33 Uhr

COP30: Gemeinsame Abschlusserklärung zur Klimakonferenz steht auf der Kippe


Etwa 30 Länder fordern laut einem Bericht einen Plan für den Ausstieg aus fossiler Energie. Da der im Entwurf für eine Abschlusserklärung nicht vorkommt, gibt es Streit.

COP30: Gemeinsame Abschlusserklärung zur Klimakonferenz steht auf der Kippe
Eine gemeinsame Abschlusserklärung zum Weltklimagipfel im brasilianischen Belém ist einem Bericht zufolge derzeit fraglich. Deutschland und rund 30 andere Staaten drohen, dieser nicht zuzustimmen, wenn sie keinen konkreten Fahrplan zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern enthält, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen entsprechenden Brief berichtet. Die Unterzeichner äußern in dem Schreiben demnach "tiefe Besorgnis hinsichtlich des Vorschlags, der gegenwärtig geprüft wird" und nach dem Prinzip "Nehmt es oder lasst es" verfahre. Der Brief wurde dem Bericht zufolge unter anderem von Kolumbien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien vorgelegt. Frankreich und Belgien bestätigten die Unterzeichnung. Im jüngsten Textentwurf von COP-Präsident André Corrêa do Lago wurden die fossilen Energien nach Angaben der AFP nicht erwähnt. "Lassen Sie uns ehrlich sein: In seiner jetzigen Form erfüllt der Vorschlag nicht einmal die Minimalbedingungen für ein glaubwürdiges Ergebnis der COP", zitiert die AFP aus dem Brief der Staaten. "Wir können kein Ergebnis unterstützen, das keinen Fahrplan für die Umsetzung eines gerechten, geordneten und fairen Übergangs weg von fossilen Energieträgern enthält." Brasiliens Präsident will keine Frist festlegen Ursprünglich war ein solcher Fahrplan von Brasiliens Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva vorgeschlagen worden und eines der zentralen Verhandlungsthemen der zweiwöchigen Verhandlungen. Am Mittwoch jedoch rückte Lula von dieser Forderung ab . Er sagte, die Länder sollten den Ausstieg aus den klimaschädlichen Energien entsprechend ihrer "Möglichkeiten" vollziehen. Dies solle erfolgen, "ohne irgendjemandem etwas vorzuschreiben, ohne eine Frist festzulegen". Feuer unterbricht entscheidende Verhandlungsphase Am Donnerstag waren die Verhandlungen in Belém durch ein Feuer auf dem Gelände der Konferenz unterbrochen worden. Mitten in der entscheidenden Phase der Verhandlungen mussten sich zehntausende Konferenzteilnehmer zeitweise in Sicherheit bringen. Später am Tag gab die Feuerwehr das Gelände dann wieder frei . Das Treffen soll offiziell am Freitag zu Ende gehen.