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27.01.2026
16:12 Uhr
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Wegen fehlenden Tatverdachts hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen den CDU-Abgeordneten Tilman Kuban eingestellt. Seine Expartnerin hatte ihn angezeigt.

Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat ihre Ermittlungen gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Tilman Kuban eingestellt. Es gebe gegen Kuban keinen hinreichenden Tatverdacht, teilte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa mit. Ob noch eine Einstellungsbeschwerde eingelegt wird, ist seinen Angaben zufolge noch offen. Kubans Expartnerin hatte Strafanzeige gegen den Politiker gestellt. Zuvor hatte der Spiegel von der Ermittlungseinstellung berichtet. Im Oktober vergangenen Jahres hatte der Bundestag die Immunität Kubans aufgehoben . Er hatte die Vorwürfe seiner Expartnerin damals in einer internen Mail zurückgewiesen und angegeben, er und seine Frau hätten sich vor einigen Monaten getrennt. "In diesem Zusammenhang werden mir Dinge vorgeworfen, die ich vehement bestreite", schrieb der frühere Chef der Jungen Union damals. Kuban sitzt seit 2021 im Bundestag. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte er seinen Vorsitz der Fraktions-Arbeitsgruppe Angelegenheiten der Europäischen Union bis zur Klärung der Vorwürfe ruhen lassen . Ein CDU-Fraktionssprecher sagte damals: "Die Fraktionsspitze nimmt die Vorwürfe ernst, ohne eine rechtliche oder tatsächliche Bewertung vornehmen zu können. Diese kann nur durch die ermittelnde Behörde erfolgen, es gilt die Unschuldsvermutung."