Zeit 06.03.2026
20:52 Uhr

CDU: Friedrich Merz will Rente an Lebensarbeitszeit koppeln


Über die Höhe der Rente soll künftig nach Vorstellungen des Kanzlers nicht mehr ein fixes Eintrittsalter entscheiden. Wichtiger sei, wie lange jemand gearbeitet habe.

CDU: Friedrich Merz will Rente an Lebensarbeitszeit koppeln
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, ​die Rentenhöhe künftig nicht an einem festen Renteneintrittsalter , sondern an der Zahl der Arbeitsjahre zu orientieren. Es gehe weniger um die Frage, ob jemand mit 61, 65 oder 68 Jahren in den ​Ruhestand gehe, sagte Merz ⁠auf einer Wahlkampfveranstaltung der CDU Baden-Württemberg in Ravensburg. ​Es gehe darum, wann jemand angefangen habe zu arbeiten und wie lange er ‌gearbeitet habe. In seiner Rede kritisierte er auch die momentane Diskussion über eine Rentenhaltelinie von 49 Prozent. Entscheidender sei, dass man früh mit einer privaten Altersvorsorge beginne, sagte der Kanzler. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen früh genug beginnen, für ihr Alter auch zu sparen", sagte Merz. Man habe mit der SPD im Koalitionsvertrag bereits vereinbart, nicht mehr allein auf die gesetzliche Rentenversicherung zu schauen, sondern auch auf die kapitalgedeckte betriebliche und kapitalgedeckte private Altersversorgung. Der Bundeskanzler forderte außerdem umfassende Sozialreformen ​noch in diesem Jahr. Denn in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode ab 2027 seien Reformen weniger wahrscheinlich. Er erneuerte auch seine Forderung, dass in Deutschland mehr gearbeitet werden müsse. "Mit Work-Life-Balance und einer ​Viertagewoche werden wir unseren Wohlstand nicht erhalten", sagte Merz. In Baden-Württemberg wird am kommenden Sonntag ein neuer Landtag gewählt . CDU-Chef Merz trat beim Wahlkampfabschluss seiner Partei auf.