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12.12.2025
15:48 Uhr
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Deutschland hat von Januar bis Juni nur halb so viele Rüstungsgüter exportiert wie im ersten Halbjahr 2024. Hauptgrund ist ein Einbruch der Ausfuhren in die Ukraine.

Die deutschen Rüstungsexporte sind im ersten Halbjahr 2025 deutlich gesunken. Von Januar bis Juni wurde die Ausfuhr militärischer Güter im Wert von 3,2 Milliarden Euro genehmigt, wie aus dem Rüstungsexportbericht des Bundeswirtschaftsministeriums hervorgeht. Im ersten Halbjahr 2024 hatte der Wert bei rund 7,5 Milliarden Euro gelegen. Mit einem Anteil von rund 760 Millionen Euro oder 24 Prozent war die Ukraine laut dem Bericht Deutschlands wichtigster Abnehmer von Rüstungsgütern. Im Vorjahreszeitraum hatte der Anteil mit 4,9 Milliarden Euro allerdings noch mehr als sechsmal so hoch gelegen. Die Rüstungsexporte fallen laut Ministerium maßgeblich in die Amtszeit der vorherigen Ampelregierung. Neben der Ukraine zählen Schweden, Dänemark, Katar und Estland zu den wichtigsten Abnehmern. Geländefahrzeuge und Ersatzteile für Israel Der Exportwert für Israel hat den Angaben nach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark zugenommen. Im ersten Halbjahr 2024 hatte er bei zwölf Millionen Euro gelegen und stieg nun auf knapp 87 Millionen Euro. Hauptsächlich genehmigt wurden demnach Geländefahrzeuge mit ballistischem Schutz sowie Teile für Fahrzeuge, U-Boote und Kampfschiffe. Blickt man im Bericht auf die Exporte von Kleinwaffen, sank der Gesamtwert aller Genehmigungen von 70,6 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2024 auf 52,3 Millionen Euro. Davon entfielen 37,8 Millionen Euro auf EU-, Nato- oder gleichgestellte Länder. An die Ukraine gingen Kleinwaffen im Wert von 8,5 Millionen Euro. Auffallend hoch ist der Wert für Kleinwaffenlieferungen an andere sogenannte Drittländer. Er lag laut dem Bericht im ersten Halbjahr bei 5,8 Millionen Euro. Die Lieferung von Kleinwaffen wie Maschinengewehren ist umstritten, da diese insbesondere in bürgerkriegsähnlichen Konflikten eingesetzt werden. Nach einer verschärften Richtlinie vom Juni 2019 soll die Ausfuhr von Kleinwaffen in Drittländer grundsätzlich nicht mehr genehmigt werden.