Zeit 05.06.2026
15:44 Uhr

Bundesweiter Schulwettbewerb: Erdkunde-Finale: Wie wird man Geographie-Champion?


Bundesweiter Schulwettbewerb: Erdkunde-Finale: Wie wird man Geographie-Champion?
Die Atmosphäre gleicht einer spannenden TV-Quizsendung - die Aula ist abgedunkelt, das Scheinwerferlicht auf die Teilnehmer gerichtet: Wer setzt sich im Bundesfinale des »Diercke Wissen«-Wettbewerbs in Braunschweig durch? Am Ende wurde der 15-jährige Nic Möller aus Thüringen das Erkunde-Ass. Wie hat er das gemacht? Der Schüler vom Staatlichen Gymnasium Goetheschule aus Ilmenau setzte sich in Niedersachsen gegen 16 Kontrahenten durch, die alle zuvor in ihrem jeweiligen Bundesland sowie an einer Deutschen Auslandsschule gewonnen hatten. Den zweiten Platz belegte Johan Caspar Hirsch-Hoffmann aus Bremen (Ökumenisches Gymnasium) und Rang drei holte sich Kajetan Röglin aus Hamburg (Gymnasium Bondenwald). Bundesweit rund 300.000 Teilnehmer Nach Angaben der Veranstalter handelt es sich um den größten Geographiewettbewerb Deutschlands, weil bundesweit rund 300.000 Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Dazu seien etwa 3.500 Teilnehmer von Deutschen Schulen weltweit dabei gewesen. Ziel der Organisatoren ist es, das Fach Geographie und seine gesellschaftsrelevanten Themen zu stärken. Im Braunschweiger Wilhelm-Gymnasium absolvierten die Landessieger zunächst drei Vorrunden, bevor sich die drei Finalisten für die Endrunde qualifizierten. Es galt mehr als 20 Fragen aus den Kategorien Deutschland/Europa/Welt zu beantworten, die oft weit über den üblichen Schulstoff hinausgingen. Ordnen, wissen, schätzen Sie sollten unter anderem deutsche Großstädte nach ihrer »Fahrradfreundlichkeit« und europäische Länder nach der aktuellen Lebenserwartung der Männer ordnen. Sie wurden gefragt, wie viele Kilometer in Wirklichkeit zwischen zwei Städten liegen, die auf einer Karte mit Maßstab 1 zu 500.000 zwei Zentimeter auseinander sind (Antwort: zehn Kilometer). Geschätzt werden sollte, wann der »Country Overshoot Day 2026« für Deutschland ist. Dabei handelt es sich um den Tag, an dem alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht sind, die die Erde innerhalb eines Jahres nachhaltig zur Verfügung stellen kann, wenn alle Menschen so leben würden wie die Menschen in Deutschland (Antwort: 10. Mai). © dpa-infocom, dpa:260605-930-179395/1