Zeit 26.02.2026
14:58 Uhr

Bundesversammlung: Neuer Bundespräsident wird Ende Januar 2027 gewählt


Der Termin für die Entscheidung über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht fest. Die Bundesversammlung tritt am 30. Januar 2027 zusammen.

Bundesversammlung: Neuer Bundespräsident wird Ende Januar 2027 gewählt
Der nächste Bundespräsident oder die nächste Bundespräsidentin wird am 30. Januar 2027 gewählt. Die Pressestelle des Deutschen Bundestags teilte mit, dass Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) diesen Termin festgelegt und den Ältestenrat darüber informiert habe. Bei der Wahl wird entschieden, wer die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier antritt, der seit 2017 Bundespräsident ist. 2027 endet seine zweite Amtszeit, er darf nicht noch einmal gewählt werden. Im Grundgesetz ist festgelegt, dass die Bundesversammlung spätestens 30 Tage vor dem Ablauf der Amtszeit des Bundespräsidenten zusammenkommen muss, sofern diese nicht auf unvorhergesehene Weise endet. Die Amtszeit Steinmeiers läuft am 18. März ab, also müsste spätestens Mitte Februar gewählt werden. Bundespräsidentin oder -präsident darf werden, wer die deutsche Staatsbürgerschaft hat, passives Wahlrecht für den Bundestag besitzt – also in den Bundestag gewählt werden dürfte – und mindestens 40 Jahre alt ist. Eine Amtszeit dauert fünf Jahre. Die Bundesversammlung besteht aus den Mitgliedern des Bundestags sowie einer gleichen Anzahl an Personen, die von den Landesparlamenten entsandt werden. Die Länder entsenden zur Bundesversammlung traditionell nicht nur Politiker, sondern auch bekannte Persönlichkeiten aus Kultur, Sport und anderen Bereichen. Forderungen nach erster Frau als Bundespräsidentin Einen offiziellen Kandidaten oder eine Kandidatin für die Wahl gibt es noch nicht. Es gab in den letzten Monaten immer wieder Forderungen aus der Politik , dass nach zwölf Männern erstmals eine Frau das Amt übernehmen sollte. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte gesagt, dass er sich eine Frau als Steinmeier-Nachfolgerin "sehr gut vorstellen" könne. Als mögliche Kandidatin wird etwa Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) gehandelt. Die frühere Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Spekulationen über eine Kandidatur zurückgewiesen und als "abwegig" bezeichnet . Als mögliche Kandidatin wird auch die Schriftstellerin Juli Zeh gehandelt. Im Interview mit der ZEIT sagte sie, dass sie sich das Amt "irgendwann einmal" vorstellen könne, "aber nicht jetzt".