Zeit 21.02.2026
08:55 Uhr

Bundespräsident: SPD-Chef wirbt für Koalitionsvorschlag für Bundespräsidentenwahl


CDU und SPD sollten laut Lars Klingbeil gemeinsam einen Vorschlag für die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier machen. Auch wirbt er für eine Frau im höchsten Staatsamt.

Bundespräsident: SPD-Chef wirbt für Koalitionsvorschlag für Bundespräsidentenwahl
SPD-Chef Lars Klingbeil hat für eine gemeinsame Empfehlung der schwarz-roten Koalition für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier plädiert. "Erst einmal geht es darum, dass wir als Koalition einen gemeinsamen Vorschlag machen", sagte der Vizekanzler und Bundesfinanzminister den Nürnberger Nachrichten. Er wünscht sich nach eigenen Worten zudem eine Frau im höchsten Staatsamt. Dafür sei es "höchste Zeit". Die zweite Amtszeit von Bundespräsident Steinmeier endet am 18. März 2027. Er kann nicht wiedergewählt werden. Ein Datum für die Bundespräsidentenwahl steht noch nicht fest. Einem Bericht des Spiegel s zufolge streben Union und SPD den 30. Januar 2027 an. Der Bundestag hat den Termin bisher nicht bestätigt. Eine Entscheidung soll voraussichtlich im Ältestenrat des Parlaments in der kommenden Woche fallen. Die Nachfolgerin oder der Nachfolger von Steinmeier muss aus Sicht des SPD-Chefs nicht zwingend aus der Politik kommen. "Ich bin auch offen für Persönlichkeiten, die parteipolitisch nicht so stark verortet sind. Wichtig ist eine Persönlichkeit, die Menschen zusammenführen kann, die für das Gemeinsame steht und unserem Land in diesen Zeiten Orientierung gibt", sagte Klingbeil. Auch Union für erste Bundespräsidentin Auch Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz sowie CSU-Chef Markus Söder hatten bereits gesagt, dass sie es gut fänden, wenn es erstmals eine Bundespräsidentin gäbe. Ebenso warb Grünenfraktionschefin Britta Haßelmann für eine Frau im Schloss Bellevue. Vor Klingbeil hatte sich auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann offen für einen Nichtpolitiker als nächsten Bundespräsidenten gezeigt. Im Magazin Stern hatte Linnemann auf Joachim Gauck verwiesen. Der parteilose Theologe war von 2012 bis 2017 Bundespräsident. Er war 2012 als gemeinsamer Kandidat von Union, FDP, SPD und den Grünen angetreten.