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07.12.2025
09:41 Uhr
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Brandenburgs BSW-Landeschefin Friederike Benda ist zur stellvertretenden Bundesparteivorsitzenden gewählt worden. Benda erhielt beim Bundesparteitag in Magdeburg nach Angaben des Tagungsleiters 67,3 Prozent abgegebenen Stimmen. Sie wurde von der früheren Parteispitze für den Posten nominiert. "Die Regierungsbeteiligung, ja, die kamen früh – zu früh, wenn ihr mich fragt", sagte Benda in ihrer Rede zur Abstimmung. "Entscheidend ist jetzt, dass wir unser mutiges Profil bewahren und glaubwürdig handeln." Deshalb sei die Ablehnung der Medienstaatsverträge durch das BSW in Brandenburg richtig gewesen. "Die Menschen erwarten zu Recht von uns, dass wir nach der Wahl auch das machen, was wir vor der Wahl versprochen haben." In Brandenburg regiert eine Koalition aus SPD und BSW. Sie geriet in den vergangenen Wochen wegen einer Krise der BSW-Fraktion im Landtag ins Schlingern. Vier Abgeordnete traten aus dem BSW aus und gaben als Gründe unter anderem "autoritäre Tendenzen" und eine zunehmende Dominanz radikalisierter Positionen in der Partei an. Einer von ihnen – Reinhard Simon – hat seinen Austritt rückgängig gemacht. Dem Koalitionspartner nicht gefallen "Mein Job als Landesvorsitzende in Brandenburg ist es nicht, dem Koalitionspartner zu gefallen, sondern unsere Grundsätze durchzusetzen, mit denen sich Sahra mit uns gemeinsam auf den Weg gemacht hat, die Verhältnisse in diesem Land zu verändern", sagte Benda. Nach dem Rückzug von Gründerin Sahra Wagenknecht vom Parteivorsitz bilden Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali die neue Doppelspitze. Der Bundesparteitag in Magdeburg wählte die beiden mit großer Mehrheit. Zudem ändert die Partei ihren Namen: Statt "Bündnis Sahra Wagenknecht" soll sie ab 1. Oktober 2026 "Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft" heißen. Das Kürzel BSW bleibt. Brandenburgs stellvertretender Ministerpräsident und Finanzminister Robert Crumbach hat entgegen früherer Erwägungen nicht für den Bundesvorsitz oder Vizevorsitz des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) kandidiert. Das sagte er der Deutschen Presse-Agentur zu Beginn des Parteitags. © dpa-infocom, dpa:251207-930-390623/1