Zeit 28.11.2025
07:21 Uhr

Bundesligavorschau: Fifa-Regeln sind wie Würste


Nach einer Champions-League-Woche der Extreme ist die Frage: Geht's in der Bundesliga so weiter? Und wonach schmeckt die Extrawurst für Ronaldo? Alles zum 12. Spieltag

Bundesligavorschau: Fifa-Regeln sind wie Würste
Wer spielt wann gegen wen? Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen? Leverkusen gegen Dortmund. Beide Mannschaften kommen mit so breiter Brust aus dem Champions-League-Spieltag , dass man sich fragen muss, ob die Spieler wohl noch nebeneinander in den Tunnel passen. Der BVB pflügte am Dienstag mit 4:0 über Villarreal hinweg. Leverkusen besiegte Manchester City mit 2:0. Gut, Pep Guardiola stellte auch eine B-Elf auf – sogar der Torwart Gianluigi Donnarumma durfte sich erholen –, aber ein Sieg ist es trotzdem. Jetzt also wieder Bundesliga. Da stehen Leverkusen und Dortmund auf Platz 3 und 4. Der Gewinner könnte am aktuellen Zweiten Leipzig vorbeiziehen. Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen? Eintracht Frankfurt gegen VfL Wolfsburg. Der Theorie und dem Tabellenplatz nach ist Eintracht Frankfurt eigentlich ein sehenswerter Bundesligist, Platz sechs, drei Siege aus den letzten fünf Spielen. Bei genauerer Betrachtung war da aber nicht nur ein Unentschieden gegen den Tabellenletzten Heidenheim dabei, sondern vor allem Siege gegen mittel- bis gar-nicht-mal-so-gute Teams: Köln, Mainz, St. Pauli. Und dann ist da ja auch noch die Champions League. Da verlor Frankfurt am Mittwoch zu Hause 0:3 gegen Atalanta Bergamo, kassierte drei Tore in fünf Minuten. Gut, immerhin nicht andersrum. In der Champions-League-Tabelle liegt Eintracht Frankfurt damit hinter Fußballgiganten wie Royale Union Saint-Gilloise und Pafos FC. Kurz: Es läuft einfach nicht gerade. Und dann verletzte sich im Spiel gegen Bergamo auch noch Frankfurts bester Stürmer, Jonathan Burkardt, an der Wade. Da hilft es wohl auch nicht, dass man am Wochenende gegen den VfL Wolfsburg spielt, der die letzten drei Spiele, und inzwischen auch den Trainer, verloren hat. Wer steht im Blickpunkt? Manuel Neuer. Und das nicht nur wegen seines frisch gewachsenen Toni-Schumacher-Gedächtnis-Schnauzers, der das ein oder andere Medium "überraschte" und manche zu Schlagzeilen wie "So sieht Manuel Neuer nicht mehr aus" hinriss. Wir halten fest: Es ist Movember. Manuel Neuer möchte also mit seiner Gesichtsbehaarung auf das Thema Männergesundheit aufmerksam machen – Prostata- und Hodenkrebs, psychische Gesundheit. Am Ende redet aber die Mehrheit doch eher über seine Torwartleistung im Champions-League-Spiel gegen Arsenal. Das haben die Bayern verloren, 1:3. Es ist die erste Niederlage der Saison. Und Neuer sah bei zweien der Gegentreffer – Schnurrbart hin oder her – nicht besonders gut aus. Trotzdem: Kein Grund, Neuer die Schuld an der Niederlage zu geben. Mein Kollege Oliver Fritsch schreibt , dass die Bayern gegen Arsenal ganz andere Schwachstellen hatten.