Zeit 12.12.2025
13:12 Uhr

Bundesfamilienministerin: Karin Prien warnt vor Rückschritten bei der Gleichstellung


Ministerin Karin Prien fürchtet, dass 40 Jahre nach der UN-Frauenrechtskonvention Erfolge verloren gehen könnten. Sie warnte vor rückwärtsgewandten, autoritären Kräften.

Bundesfamilienministerin: Karin Prien warnt vor Rückschritten bei der Gleichstellung
Bundesfrauenministerin Karin Prien (CDU) hat davor gewarnt, dass die Erfolge bei der Gleichstellung von Frauen verloren gehen könnten. Rückwärtsgewandte, autoritäre Kräfte wollten das Rad zurückdrehen, warnte Prien bei einer Veranstaltung in Berlin anlässlich des Inkrafttretens der UN-Frauenrechtskonvention vor 40 Jahren laut Redemanuskript. "Frauen aus dem öffentlichen Leben auszugrenzen und 'auf ihren Platz' zu setzen", sei das Ziel einer politischen Strömung, die sich aus vielen Quellen speise, sagte Prien demnach weiter. Das könne als Übergangsideologie hin zu demokratiefeindlichen Milieus dienen. Die Ministerin kündigte an, die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte schützen zu wollen und die Gleichstellung weiter voranzubringen. Um die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zu schließen, kündigte Prien zudem an, bis Juni eine EU-Richtlinie für Entgelttransparenz in deutsches Recht umzusetzen. Auch sei in der Politik die Zahl der Frauen in Führungspositionen eher rückläufig, fügte sie an. Frauenhass diene auch als Brückenideologie für demokratiefeindliche Milieus, sagte Prien. Daher müsse man gemeinsam für Frauenrechte einstehen. Weiterhin seien Beharrlichkeit, Durchsetzungskraft und Durchhaltevermögen gefragt. "Wir sind bei der Gleichstellung noch lange nicht am Ziel – es ist ein Marathon, kein Sprint", sagte sie.