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02.02.2026
10:24 Uhr
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Weil sie Sanktionen gegen Russland in großem Stil umgangen haben sollen, sind fünf Männer festgenommen worden. In mehreren Bundesländern gab es Razzien.

Wegen tausender verbotener Lieferungen nach Russland sind in Schleswig-Holstein fünf Männer festgenommen worden. "Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen haben die Beschuldigten rund 16.000 Lieferungen nach Russland veranlasst", teilte die Bundesanwaltschaft mit. Der Wert der Geschäfte betrug demnach mindestens 30 Millionen Euro. Die Verdächtigen sollen mithilfe einer Scheinfirma in Lübeck Güter besorgt und nach Russland exportiert haben, um Embargo-Bestimmungen der Europäischen Union zu umgehen. Auch Rüstungsunternehmen gehörten demnach zu den Abnehmern. Festgenommen wurden ein Deutschrusse, der Geschäftsführer des Lübecker Unternehmens ist, sowie zwei deutsche Staatsbürger und ein Mann mit deutscher und ukrainischer Staatsbürgerschaft. Vorläufig festgenommen wurde ein weiterer Deutschrusse. Zeitgleich zu den Festnahmen fanden in mehreren Bundesländern Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Embargo-Bruch statt. "Die Maßnahmen richten sich gegen fünf weitere Beschuldigte, die sich auf freiem Fuß befinden", schrieb die Bundesanwaltschaft weiter.