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30.01.2026
10:17 Uhr
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Die Bundesagentur für Arbeit zählt über drei Millionen Arbeitslose in Deutschland. Das ist der höchste Stand seit Februar 2014. Es war saisonbedingt erwartet worden.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Januar die symbolische Schwelle von drei Millionen übertroffen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren 3,085 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Im Dezember 2025 lag die Zahl der Erwerbslosen bei 2,908 Millionen . Die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,4 Punkte auf 6,6 Prozent. Noch höher war die Arbeitslosenzahl zuletzt im Februar 2014 mit rund 3,138 Millionen. "Derzeit gibt es nur wenig Dynamik am Arbeitsmarkt", sagte BA-Chefin Andrea Nahles. Der Anstieg sei vorwiegend saisonal bedingt. Saisonbereinigt blieb die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat unverändert. Die Erwerbslosigkeit steigt im Januar regelmäßig aus saisonalen Gründen . Zum Jahresende laufen viele befristete Arbeitsverträge aus, und witterungsabhängige Branchen wie Bau, Landwirtschaft und Tourismus drosseln ihre Beschäftigung. Neueinstellungen werden zum Jahreswechsel häufig aufgeschoben. Im Vergleich zum Januar 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit um 92.000 Personen, und damit um 0,2 Prozentpunkte. Im vergangenen August war die Zahl der Arbeitslosen erstmals seit mehr zehn Jahren auf 3,025 Millionen und damit über die Drei-Millionen-Schwelle gestiegen. Grund war unter anderem die Sommerpause. Knapp vier Millionen Bürgergeldempfänger Im Januar erhielten der Bundesagentur für Arbeit zufolge 1,142 Millionen Menschen in Deutschland Arbeitslosengeld. 3,826 Millionen Menschen waren als erwerbsfähige Bürgergeldempfänger registriert. Diese Zahl enthält jedoch auch diejenigen, die einer Arbeit nachgehen, die aber über Bürgergeld ihre Bezüge aufstocken müssen, um überleben zu können. Auf dem Ausbildungsmarkt waren im Januar noch 64.000 junge Leute bei den Arbeitsagenturen ohne Lehrstelle. 23.000 hatten zwar Alternativen, wollten aber trotzdem noch weiter suchen. 41.000 hatten demnach überhaupt noch keine Stelle. Die tatsächliche Zahl dürfte weitaus höher liegen, weil nicht alle Bewerber sich bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz an die Agenturen wenden.