Zeit 25.01.2026
15:57 Uhr

Bremer Verfassungsschutzchef: Polizei prüft Bekennerschreiben nach Farbanschlag


Unbekannte hatten in der Nacht auf Samstag einen Farbanschlag auf das Wohnhaus des Bremer Verfassungsschutzchefs verübt. Nun gibt es ein Bekennerschreiben.

Bremer Verfassungsschutzchef: Polizei prüft Bekennerschreiben nach Farbanschlag
Nach einem Farbanschlag auf das Wohnhaus des Leiters des Bremer Verfassungsschutzes, Thorge Koehler, prüft die Polizei ein auf einer linksextremistischen Publikationsplattform veröffentlichtes Bekennerschreiben. In dem Schreiben werde als Motiv für die Tat die grundsätzliche Ablehnung des Verfassungsschutzes und die Forderung nach dessen Abschaffung genannt, teilte die Polizei in der Hansestadt mit . Der Staatsschutz prüfe die Echtheit des Schreibens. Die noch unbekannten Täter hatten in der Nacht zum Samstag mit Farbe gefüllte Christbaumkugeln gegen die Hauswand des Wohnhauses von Koehler in Bremen-Neustadt geworfen. Außerdem schlugen die Täter am Auto einer unbeteiligten Nachbarsfamilie die Scheiben ein und zerstachen die Reifen. Verletzt wurde nach den Polizeiangaben niemand. Die Bremer Innensenatorin Eva Högl (SPD) verurteilte den Anschlag "aufs Schärfste". "Er stellt eine absolute Grenzüberschreitung dar", sagte Högl. Als Hintergrund vermutet sie die vermeintliche Enttarnung einer V-Person in der linksextremistischen Szene. "Der Angriff zeigt überdeutlich, dass gewalttätige Extremisten völlig zu Recht in Bremen intensiv beobachtet werden und im Fokus der Sicherheitsbehörden stehen", sagte Högl weiter. Dies werde auch nach dieser feigen Tat intensiv fortgeführt. Zeugen, die in der Nacht zum Samstag im Bereich der Bremer Neustadt verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich zu melden.