Zeit 12.01.2026
14:14 Uhr

Brandkatastrophe in der Schweiz: Gericht bestätigt Untersuchungshaft für Barbesitzer in Crans-Montana


Der Betreiber der ausgebrannten Bar in Crans-Montana bleibt weiter inhaftiert, zunächst für drei Monate. Seine Frau ist bislang hingegen nicht in Untersuchungshaft.

Brandkatastrophe in der Schweiz: Gericht bestätigt Untersuchungshaft für Barbesitzer in Crans-Montana
Nach der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana in der Silvesternacht hat ein Gericht die Untersuchungshaft für einen der Betreiber der ausgebrannten Bar bestätigt. Die Haft ist zunächst auf drei Monate befristet. Der 49-jährige Korse könne wieder freikommen, wenn bestimmte Sicherheiten hinterlegt werden, teilte das Zwangsmaßnahmengericht mit. Der Mann befand sich bereits seit Freitag in Untersuchungshaft . Die Staatsanwaltschaft im Kanton Wallis hatte entschieden, ihn in Gewahrsam zu nehmen, und dies unter anderem mit Fluchtgefahr begründet. Seine Frau ist hingegen bislang nicht in Haft. Die Anwälte des Ehepaars betonen, das Paar habe keine Absicht, sich den Ermittlungen zu entziehen. Verdacht auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung Das korsische Ehepaar betrieb gemeinsam die Bar Le Constellation in Crans-Montana , in der am frühen Neujahrsmorgen gegen 1.30 Uhr ein Brand ausbrach . Dabei wurden 40 Menschen getötet und 116 teils schwer verletzt, darunter viele Minderjährige. Rund 80 befinden sich, überwiegend mit schweren Verbrennungen, noch in Krankenhäusern. Ersten Ermittlungen zufolge wurde das Feuer durch Funken sprühende Partyfontänen ausgelöst, die Schaumstoff an der Decke in Brand setzten. Gegen das französische Betreiber-Ehepaar wird wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung ermittelt. Örtliche Behörden räumten ein, dass die Bar zuletzt 2019 auf Brandschutzmaßnahmen untersucht worden war, obwohl solche Kontrollen eigentlich jedes Jahr vorgeschrieben sind.