Zeit 23.01.2026
18:26 Uhr

Brandkatastrophe: Bar-Betreiber aus Crans-Montana gegen Kaution aus U-Haft entlassen


Nach Zahlung einer Kaution kommt der Betreiber der an Silvester ausgebrannten Bar in Crans-Montana frei. Die Ermittlungen gegen ihn dauern weiter an.

Brandkatastrophe: Bar-Betreiber aus Crans-Montana gegen Kaution aus U-Haft entlassen
Nach der Brandkatastrophe bei einer Silvester-Party im Schweizer Skiort Crans-Montana ist der Betreiber der Bar nach der Zahlung einer Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Wie das zuständige Gericht im Schweizer Kanton Wallis mitteilte, wurde die U-Haft des Bar-Betreibers Jacques Moretti gegen Zahlung von 200.000 Schweizer Franken (etwa 216.000 Euro) aufgehoben. Moretti seien "Ersatzmaßnahmen" auferlegt worden, um einem bestehenden Fluchtrisiko entgegenzuwirken. Moretti muss seine Ausweis- und Aufenthaltsdokumente bei der Staatsanwaltschaft hinterlegen, darf nicht ausreisen und muss sich täglich bei einer Polizeidienststelle melden. Für seine Frau Jessica gelten ähnliche Auflagen, sie war aber nicht in Untersuchungshaft genommen worden. Bei einem verheerenden Feuer in der Bar Le Constellation waren in der Silvesternacht 40 Menschen gestorbe n . 116 weitere Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Viele werden noch immer in Krankenhäusern behandelt. Für die medizinische Versorgung wurden etliche Verletzte nach Deutschland, Italien, Belgien und Frankreich transportiert, da in der Schweiz nicht genügend Klinikbetten mit der entsprechenden Ausrüstung für Brandverletzte zur Verfügung stehen. Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung Gegen das französische Betreiber-Ehepaar Jacques und Jessica Moretti wird wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung ermittelt. Jacques Moretti saß seit dem 9. Januar in Untersuchungshaft, während seine Frau unter Auflagen auf freiem Fuß blieb. Die Kaution wurde laut dem Gericht von einem engen Freund bezahlt. Die Ermittler vermuten, dass die Katastrophe durch an Flaschen befestigten Feuerwerksfontänen ausgelöst wurde, die der mit Schaumstoff ausgekleideten Decke zu nahe kamen. Moretti hatte während einer Vernehmung angegeben, den schalldämpfenden Schaum an der Decke selbst in einem Baumarkt gekauft und angebracht zu haben.