Zeit 12.02.2026
16:41 Uhr

Brandenburg: Bundesregierung gibt Schloss Meseberg als Gästehaus auf


Die Bundesregierung will den Mietvertrag mit dem Schloss Meseberg ab Februar 2027 auslaufen lassen. Hintergrund ist auch die Entfernung zur Hauptstadt.

Brandenburg: Bundesregierung gibt Schloss Meseberg als Gästehaus auf
Nach 20 Jahren will die Bundesregierung Schloss Meseberg in Brandenburg als Gästehaus aufgeben. Wie der Regierungssprecher Stefan Kornelius mitteilte, wurde vereinbart, den Vertrag mit der Messerschmitt-Stiftung als Vermieterin ab Februar 2027 auslaufen zu lassen. Zuletzt sei das Schloss immer weniger genutzt worden, hieß es. Problematisch sei auch die Entfernung des Schlosses zur Hauptstadt von rund 70 Kilometern. Die Stiftung hatte das Schloss zu einem symbolischen Preis von einem Euro an die Bundesregierung vermietet. Dem Regierungssprecher zufolge steht der Betrieb und Unterhalt des Schlosses jedoch nicht mehr "in einem angemessenen Verhältnis zum Mehrwert dieser Liegenschaft für repräsentative Veranstaltungen". Künftig sollen hochrangige Veranstaltungen in "verschiedenen, dem Anlass angemessenen Veranstaltungsorten" stattfinden – oder in dem Veranstaltungsbereich im Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes, der aber voraussichtlich erst Ende 2028 fertig wird. Seit 2007 diente Schloss Meseberg als Gästehaus, unter anderem für Besuche von Staats- und Regierungschefs sowie für Kabinettsklausuren. Die aktuelle Bundesregierung nutzte Meseberg für die Kabinettsklausur im vergangenen Jahr bereits nicht mehr. Stattdessen hielt sie das Treffen in der Berliner Villa Borsig ab, dem Gästehaus des Auswärtigen Amts.