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03.01.2026
16:27 Uhr
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Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana wurde eine Strafuntersuchung gegen die Barbetreiber eröffnet. Ihnen wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Nach dem Feuer in der Silvesternacht in der Bar Le Constellation mit vielen Toten und Verletzten ist eine Strafuntersuchung gegen die Betreiber eröffnet worden. Nach Angaben der Polizei des Kantons Wallis wird den Gastronomen fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen. "Es wird daran erinnert, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt", sagte die Polizei. Brandschutzexperten hatten bereits infrage gestellt, ob die Bar genügend Notausgänge hatte und ob das Material, das unter der Decke wahrscheinlich zur Schalldämpfung installiert war, gesetzeskonform war. Bevor die Strafuntersuchung aufgenommen worden war, waren die Betreiber der Bar im Rahmen der Ermittlungen als Zeugen verhört worden. "Wir können weder schlafen noch essen, es geht uns allen sehr schlecht", sagte der Wirt nach einem Bericht des Nachrichtenportals 20 Minuten in einem Gespräch. Sie kooperierten mit den Behörden. "Wir werden alles tun, um mitzuhelfen, die Ursachen zu klären", zitierte das Nachrichtenportal den Wirt. "Wir tun alles in unserer Macht Stehende. Auch unsere Anwälte sind involviert." Seine Frau war nach Medienberichten in der Nacht in der Bar und wurde leicht verletzt. Brand in der Silvesternacht Bei dem Brand in Crans-Montana starben etwa 40 Menschen. 119 weitere wurden verletzt, viele von ihnen erlitten schwerste Verbrennungen. Am Samstag wurden die ersten Toten identifiziert . Die Arbeiten zur Identifizierung der übrigen Toten und Verletzten dauern an. Bis Freitag konnten nach Polizeiangaben 113 Verletzte identifiziert werden. Nach ersten Ermittlungen war durch Funken sprühende Partyfontänen Schaumstoff an der Decke in Brand geraten . Das Feuer hatte sich innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet.