Zeit 01.01.2026
20:13 Uhr

Brand in der Schweiz: Behörden sprechen von etwa 40 Toten im Schweizer Skiort Crans-Montana


Bei dem Feuer in einer Bar im Skiort Crans-Montana sind Ermittlern zufolge etwa 40 Menschen getötet worden. Die Identifizierung der Opfer werde noch Zeit brauchen.

Brand in der Schweiz: Behörden sprechen von etwa 40 Toten im Schweizer Skiort Crans-Montana
Nach dem tödlichen Feuer im Schweizer Skiort Crans-Montana haben Ermittler in einer Pressekonferenz weitere Details zu dem Unglück bekannt gegeben. Etwa 40 Menschen sollen gestorben sein, sagte der Schweizer Polizeichef des Kantons Wallis, Frédéric Gisler. Mindestens 115 Menschen seien verletzt worden, zum großen Teil schwer. Mit den etwa hundert Verletzten waren die Krankenhäuser im Kanton Wallis am Donnerstag überlastet, einige wurden in andere Kliniken gebracht. Das Feuer in der bei Touristen beliebten Bar Le Constellation war aus noch unklarer Ursache während einer Silvesterparty ausgebrochen. In der Bar hatte sich laut Polizei gegen 1.30 Uhr eine "Explosion unbekannter Ursache" ereignet. Der für Sicherheit zuständige Staatsrat des Wallis, Stéphane Ganzer, sagte bei der Pressekonferenz am Nachmittag, die Explosion habe sich erst nach dem Ausbruch des Feuers ereignet – der Brand sei nicht durch explosive Gegenstände ausgelöst worden. Er sprach von "Chaos" und dramatischen Szenen am Brandort. Der Schweizer Präsident Guy Parmelin nannte den Brand "eine der schlimmsten Tragödien, die unser Land erlebt hat". Laut Gisler wird es nun mehrere Tage dauern, bis die Körper der Toten an die jeweiligen Familien übermittelt werden könnten. Die Generalstaatsanwältin des Wallis, Béatrice Pilloud, sagte, für die Identifizierung der Toten und die schnellstmögliche Übergabe an die Hinterbliebenen werde großer Aufwand betrieben. Die Identifizierung könnte aber wegen der schweren Verbrennungen dauern. Staatsbürger aus Nachbarländern unter den Opfern Ein junger Mann, der sich während des Unglücks in der Bar aufhielt, sagte der Schweizer Zeitung 24 Heures , Feuerwerkskörper auf Flaschen hätten einen Deckenbrand ausgelöst, der sich schnell ausgebreitet und Panik ausgelöst habe. Zwei Französinnen nannten dem Sender BFMTV Geburtstagskerzen auf Champagnerflaschen als Brandauslöser. "Sekunden später hat die gesamte Decke gebrannt", sagte eine von ihnen. Keine der bisherigen Hypothesen für die Ursache des Brandes ist bisher bestätigt worden. Auch ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sollen unter den Opfern sein. Nach ersten Erkenntnissen sind etwa 15 Italienerinnen und Italiener verletzt worden. Ebenso viele gelten als vermisst, wie Italiens Außenminister Antonio Tajani im italienischen Fernsehen sagte. Die Familien der Vermissten hätten sich an eine in Rom eingerichtete Kriseneinheit sowie die Botschaft in der Schweiz gewandt, sagte er weiter. Das französische Außenministerium erklärte, dass mindestens zwei Franzosen verletzt worden seien. Italien entsandte bereits in den frühen Morgenstunden ein Team des Zivilschutzes aus dem Aostatal sowie Ärzte in die Schweiz. Ein auf Verbrennungen spezialisiertes Krankenhaus in Mailand stellte sich zudem für die Behandlung von Verletzten zur Verfügung. Nach Angaben des Zivilschutzes sollen am Abend drei Menschen in die Klinik nach Mailand gebracht werden.