Zeit 14.01.2026
22:55 Uhr

Brand in Silvesternacht: Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana bekommen Soforthilfe


Der Schweizer Kanton Wallis zahlt umgerechnet fast 11.000 Euro an jeden der 116 Überlebenden und die Familien der Toten. Auch Spenden sollen weitergeleitet werden.

Brand in Silvesternacht: Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana bekommen Soforthilfe
Die mehr als 150 Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana und ihre Hinterbliebenen bekommen vom Schweizer Kanton Wallis eine finanzielle Soforthilfe. Ein Pauschalbetrag von 10.000 Franken (rund 10.700 Euro) werde an die Familien der 40 Toten und die 116 Überlebenden gezahlt, die nach dem Brand in der Silvesternacht ins Krankenhaus mussten, teilten die Behörden des Kantons mit. Rund 80 Überlebende sind mit schweren Verletzungen weiter im Krankenhaus. Der Kanton kündigte auch eine Stiftung für Opferhilfe an. Alle Spenden von Privatpersonen und Organisationen würden nach noch zu entwickelnden Modalitäten an die Betroffenen weitergeleitet. Gleichzeitig beschloss der Kanton wie zuvor schon die Gemeinde Crans-Montana , pyrotechnische Gegenstände in Innenräumen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind, zu verbieten. Funkensprühende Partyfontänen hatten bei der Silvesterparty nach bisherigen Ermittlungen Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt. Die Flammen breiteten sich in der Bar Le Constellation rasend schnell aus. Ermittlungen gegen Barbetreiber Wegen des Brandes wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Verursachung eines Brandes eingeleitet. Der Mann des Betreiber-Ehepaars von Le Constellation wurde in Untersuchungshaft genommen . Ein Anwalt der Hinterbliebenen teilte mit, dass er eine Onlineplattform ins Leben gerufen habe, um Bilder und Videos aus der Silvesternacht sowie Zeugenaussagen zu sammeln. "Wir wurden von vielen Menschen kontaktiert, die uns Informationen übermitteln wollten", sagte Romain Jordan der Nachrichtenagentur AFP. Diese Plattform gebe die Möglichkeit dazu. Ziel sei es, die Ermittlungen zu unterstützen. Zuvor hatte Jordan gefordert, auch gegen die Gemeinde Crans-Montana zu ermitteln. Er wolle pro verletzte Person mehrere Millionen Franken an Entschädigung sowie bis zu 100.000 Franken pro Getöteten für die Hinterbliebenen fordern. Der Versuch der Gemeinde, sich als Zivilklägerin in das Verfahren einzuschalten, sei ein "schlechter Scherz", der "den Familien wehgetan" habe.