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25.11.2025
09:50 Uhr
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Wegen Problemen mit einer Starliner-Kapsel saßen mehrere Astronauten monatelang im Weltraum fest. Das nächste Raumschiff des Typs soll daher unbemannt ins All starten.

Boeing und die US-Raumfahrtbehörde Nasa wollen den nächsten Frachtflug zur Internationalen Raumstation ISS ohne Astronauten an Bord durchführen. Stattdessen soll ein Testflug mit Fracht die Sicherheit des Systems Starliner überprüfen, wie Boeing mitteilte. Der nächste Frachtflug soll frühestens im April stattfinden. Voraussetzung seien jedoch weitere Tests und Zertifizierungen. Vor acht Monaten war die erste und einzige Starliner-Besatzung nach einer verlängerten Mission an Bord einer Kapsel des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX zur Erde zurückgekehrt. Obwohl es den Nasa-Testpiloten gelang, den Starliner im Jahr 2024 an die ISS anzudocken, hatte die Kapsel so viele Probleme, dass die Nasa anordnete, sie leer zurückzuschicken. Deswegen verlängerte sich der Aufenthalt der Astronauten auf der Raumstation um mehr als neun Monate. Boeing teilte mit, dass das Starliner-Programm weiter fortgeführt werden solle. Die Triebwerk- und andere Probleme seien zuvor untersucht worden. Nasa will Starliner-Flüge reduzieren Die Nasa will die geplante Anzahl der Starliner-Flüge von sechs auf vier reduzieren. Wenn die Frachtmission gut verläuft, verbleiben damit drei Starliner-Flüge für Besatzungsaustausche, bevor die Raumstation im Jahr 2030 außer Betrieb genommen wird. Der Vertragswert für Boeing sinkt durch die Änderungen um 768 Millionen auf 3,732 Milliarden Dollar. Die Nasa hatte Boeing und SpaceX 2014 beauftragt , Raumkapseln für den Transport von US-Astronauten zu entwickeln. Während SpaceX mit seiner Dragon-Kapsel seit 2020 regelmäßig Astronauten befördert, kam es bei den Starliner-Kapseln immer wieder zu Verzögerungen und technischen Problemen. Boeing hat nach eigenen Angaben seit 2016 mehr als zwei Milliarden Dollar für das Festpreisprogramm ausgegeben.