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20.02.2026
08:05 Uhr
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Rund 1,9 Millionen Menschen mit akademischer Bildung sind in Deutschland von Armut bedroht – mehr als zuvor. Allerdings wuchs auch die Zahl der hohen Abschlüsse.

In Deutschland sind rund 1,9 Millionen Menschen mit hohem Bildungsabschluss armutsgefährdet – gut 350.000 mehr als 2022. Dies geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor, die das Bündnis Sahra Wagenknecht abgefragt hatte. Allerdings hatten 2025 auch gut 1,6 Millionen mehr Personen einen hohen Bildungsabschluss als 2022 – nämlich etwa 21,04 Millionen im Vergleich zu 19,41 Millionen. Gemeint sind etwa Abschlüsse an Hochschulen, Fachhochschulen oder Berufsakademien. Steigende Arbeitslosigkeit Das heißt, es erlangten mehr Menschen hohe Bildungsabschlüsse, doch nicht alle fanden gut bezahlte Jobs. Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ist auch die Arbeitslosenquote von Menschen mit akademischer Bildung seit 2022 von 2,2 auf 3,3 Prozent gestiegen. Doch ist die Gefahr, in Armut abzurutschen , bei Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss deutlich höher. Von 14,34 Millionen Menschen in dieser Gruppe waren laut Statistischem Bundesamt 2025 knapp 4,14 Millionen armutsgefährdet. Auch bei Menschen mit mittlerem Abschluss ist die Armutsgefahr größer als bei Akademikern. Mehr als 13 Millionen Menschen armutsgefährdet Den letzten Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge waren im Jahr 2024 rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland armutsgefährdet . Besonders betroffen sind demnach Alleinlebende und Alleinerziehende. Nach offizieller Definition gilt als armutsgefährdet, wer weniger als 60 Prozent des sogenannten mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Die Schwelle lag 2025 für Alleinlebende bei 1.446 Euro im Monat.