Zeit 04.02.2026
17:57 Uhr

Bildung: Studie zeigt Unterschiede in Bildungschancen aufgrund der Herkunft


Kinder unterscheiden sich in ihren Bildungsbiografien. Eine neue Studie zeigt, dass das unterschiedliche Bildungs- und Einkommensniveau der Eltern ein Grund dafür ist.

Bildung: Studie zeigt Unterschiede in Bildungschancen aufgrund der Herkunft
Die sozioökonomische Herkunft entscheidet bereits früh über die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen. Eltern mit hohem Bildungs- und Einkommensniveau investieren deutlich mehr Zeit und Geld in die Förderung ihrer Kinder als sozial schlechter gestellte Eltern, zeigt eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) . Demnach ist die familiäre Herkunft in Deutschland für die Bildungsbiografien von Kindern entscheidend . Unterschiede im Bildungserfolg liegen an der unterschiedlichen Förderung des Nachwuchses durch bildungs- und einkommensstarke Eltern einerseits und bildungsferne Haushalte andererseits. Studienautorin Sophia Schmitz vom BiB sagte, dass diese Unterschiede bereits in frühen Lebensjahren und vor dem Schuleintritt messbar seien. Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Haushalten würden durchschnittlich knapp 20 Minuten pro Tag weniger Zeit mit ihren Eltern verbringen als in Akademikerhaushalten – beispielsweise fürs Lernen oder mit Gesprächen. Möglichkeiten für Bildung in der Familie stärken BiB-Direktorin Katharina Spieß sagte, dass die Familie als Ort der Bildung dringend gestärkt werden müsse, um alle Chancen zu nutzen. Vielversprechend seien Programme wie die Frühen Hilfen, die Eltern unterstützen, beraten und elterliche Bildungsinvestitionen frühzeitig fördern. Um möglichst viele Eltern zu erreichen, empfiehlt die Studie, Angebote der Familienbildung eng an Bildungseinrichtungen wie Kitas und Schulen anzubinden. Ergänzend könnte finanzielle Unterstützung wie das Bildungs- und Teilhabepaket Familien entlasten. Grundlage der Untersuchung sind Daten der Zeitverwendungserhebung 2022 sowie der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018.