Zeit 02.02.2026
10:01 Uhr

Bierabsatz: Deutsche trinken immer weniger Bier


Der Bierabsatz in Deutschland ist 2025 auf ein Rekordtief gefallen. Der Deutsche Brauer-Bund führt das auch auf das schlechte Konsumklima zurück.

Bierabsatz: Deutsche trinken immer weniger Bier
Deutsche Brauereien haben 2025 noch einmal weniger Bier abgesetzt als in den Jahren zuvor. Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Demnach ging die Menge um sechs Prozent auf rund 7,8 Milliarden Liter zurück – und liege damit erstmals unter acht Milliarden Litern. Der Rückgang war der stärkste seit Einführung der Statistik im Jahr 1993. Ausgenommen von der Statistik sind neben alkoholfreiem Bier und Malztrunk auch Importe aus Nicht-EU-Staaten. Der größte Anteil von Bier aus deutschen Brauereien wurde mit 82,5 Prozent im Inland verkauft. Der Rest wurde nicht versteuert, weil er als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien gegeben oder exportiert wurde. Der Verkauf von deutschem Bier ins EU-Ausland sank dem Statistischen Bundesamt zufolge um 1,3 Prozent, der ins restliche Ausland sogar um 14,2 Prozent. Alkoholfreies Bier immer beliebter Der Bierabsatz in Deutschland ist seit mehreren Jahren rückläufig. Gründe dafür sind laut Statistischem Bundesamt ein gesünderer Lebensstil ohne Alkohol, geänderte Trinkgewohnheiten und die Alterung der Gesellschaft. Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) macht außerdem das schlechte Konsumklima verantwortlich. "Die Brauereien bekommen ähnlich wie Handel und Gaststätten die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren", sagte DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Die Situation der Gastronomie sei besorgniserregend. Viele Betriebe hätten sich seit der Pandemie nicht erholt. Die am schnellsten wachsende Sorte auf dem deutschen Biermarkt sei alkoholfreies Bier.