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15.01.2026
12:18 Uhr
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Am Tag des Berliner Stromausfalls habe er sich in seinem Büro eingeschlossen. Das sagte Kai Wegner, spielte aber Tennis. Im Abgeordnetenhaus gab er sich nun reumütig.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat Fehlverhalten während des Stromausfalls in Berlin eingeräumt. "Rückblickend hätte ich bereits am Sonntag sagen müssen, dass ich eine Stunde Sport gemacht habe", sagte der CDU-Politiker in einer Regierungserklärung im Abgeordnetenhaus. Sein Fokus habe darauf gelegen, die Berlinerinnen und Berliner so schnell wie möglich wieder mit Strom zu versorgen. Wegner steht in der Kritik, weil er am ersten Tag des Stromausfalls am 3. Januar eine Stunde Tennis spielte und nicht in die betroffenen Bezirke fuhr. Sonntags, einen Tag nach Beginn des Stromausfalls, sagte er dann auf Nachfrage von Journalisten: "Ich war zu Hause, ich habe mich zu Hause in meinem Büro eingeschlossen, im wahrsten Sinne. Und habe dann koordiniert." Einen Tag später räumte er ein, Tennis gespielt zu haben. Bei dem mutmaßlich von Linksextremisten begangenen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am 3. Januar waren 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe vielfach tagelang ohne Strom. Seit dem 7. Januar läuft die Stromversorgung wieder für alle. Lob für Krisenmanagement Wegner lobte das Krisenmanagement während des Stromausfalls . "Ja, das Krisenmanagement hat funktioniert", sagte er. "Alle Beteiligten haben mit Hochdruck gearbeitet, um die schwerwiegenden Folgen dieses Anschlags zu bewältigen." Dadurch sei es gelungen, die Stromversorgung für alle früher wiederherzustellen als zunächst prognostiziert. "Aber trotz erfolgreicher Bewältigung der Krise müssen wir ehrlich analysieren, wo wir noch besser werden müssen, wo wir nicht schnell genug waren, wo Strukturen und Zuständigkeiten noch nicht stimmen." Die Tage des Stromausfalls hätten gezeigt, dass es an manchen Stellen Verbesserungsbedarf gebe.