Zeit 23.09.2026
22:53 Uhr

Berliner Flughafen: Flugbetrieb am BER wegen möglicher Drohne kurzzeitig eingestellt


Am Abend war der Flugbetrieb am Berliner Flughafen wegen einer mutmaßlichen Drohne 45 Minuten lang unterbrochen. Inzwischen ist die Sperrung wieder aufgehoben.

Berliner Flughafen: Flugbetrieb am BER wegen möglicher Drohne kurzzeitig eingestellt
Am Berliner Flughafen BER ist am Mittwochabend der Luftraum nach einer Drohnensichtung kurzzeitig ​gesperrt worden. Gegen 20.00 Uhr sei eine Drohne über dem Flughafengelände gesichtet worden, sagte eine BER-Sprecherin der Bild -Zeitung. Daraufhin sei um 20.20 Uhr der Luftraum über ​dem Flughafen gesperrt worden. Mehrere Flüge seien umgeleitet worden. Zudem kam es bei zahlreichen Flügen zu Verzögerungen bei Starts und Landungen, wie auf der Internetseite des BER zu sehen war. Nach 45 Minuten sei der ⁠Luftraum ​wieder freigegeben worden. Eine Sprecherin ‌der Bundespolizei sagte der Nachrichtenagentur dpa, Mitarbeiter am Flughafen hätten die Drohne gesichtet, woraufhin Einsatzkräfte der Bundespolizei danach Ausschau gehalten hätten. »Wir konnten keine Feststellung treffen«, sagte die Sprecherin. Die genauen Hintergründe sind derzeit noch unklar. Der Vorfall ist jedoch kein Einzelfall – in diesem Jahr ‌hatte es schon ​wiederholt Drohnensichtungen an Flughäfen in ⁠Deutschland ​und Europa ‌gegeben. Vereinzelt waren Flughäfen deshalb auch ‌gesperrt worden. BER von Drohnensichtungen am stärksten betroffen So zeigen Zahlen der Deutschen Flugsicherung, dass an keinem anderen deutschen Flughafen im ersten Halbjahr 2026 so viele mutmaßliche Drohnen gesichtet worden sind, wie am Hauptstadtflughafen BER. 28 solcher Flugobjekte registrierte der Tower in Schönefeld demnach in den ersten sechs Monaten. In sieben Fällen musste der Flugverkehr deswegen vorübergehend unterbrochen werden. Im Gesamtjahr 2025 wurden laut Flugsicherung nur acht mutmaßliche Drohnen am BER sowie im Großraum darum herum festgestellt. Zuletzt hatte vor allem ein Drohnenfund am Flughafen Leipzig/Halle für Aufregung gesorgt und Debatten um die Innere Sicherheit ausgelöst. Dort war ein mit Sprengstoff präpariertes Fluggerät neben ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Angriff verantwortlich . Die russische Regierung bestreitet die Vorwürfe.