Zeit 14.12.2025
09:36 Uhr

Berlin-Friedrichshain: Anti-Polizei-Demo aufgelöst – Acht Beamte verletzt


Berlin-Friedrichshain: Anti-Polizei-Demo aufgelöst – Acht Beamte verletzt
Bei einer Anti-Polizei-Demo in Berlin-Friedrichshain ist es gestern Abend nach Behördenangaben zu Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen. Es seien zudem verbotene Parolen gerufen und Pyrotechnik gezündet worden, teilte die Polizei mit. Die Polizei löste die Versammlung daher gegen 22.30 Uhr auf. Nach Behördenangaben wurden mindestens 18 Menschen festgenommen, unter anderem wegen Landfriedensbruchs und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Acht Polizistinnen und Polizisten verletzten sich bei dem Einsatz. Vor der Auflösung sei die Demonstration mehrfach angehalten worden. Zur Begründung nannte die Polizei die Angriffe auf Einsatzkräfte und die Verwendung von Pyrotechnik. Einige Demonstrationsteilnehmer hätten sich zudem vermummt - teils war es daher nicht möglich, die Menschen zu identifizieren, die verbotene Parolen gerufen haben sollen. An dem Protest nahmen nach Angaben der Polizei in der Spitze rund 1.000 Menschen teil, im Einsatz waren demnach rund 500 Beamtinnen und Beamte. Die Demo startete kurz vor 20.00 Uhr am Helsingforser Platz und zog unter anderem durch die Marchlewskistraße und die Rigaer Straße. Enden sollte der Aufzug in der Warschauer Straße. Die Böller- und auch Flaschenwürfe sowie weitere Angriffe auf Einsatzkräfte begannen der Polizei zufolge schon kurz nach Beginn. Nach Lautsprecherdurchsagen habe sich die Lage kurzzeitig beruhigt. Im späteren Verlauf seien dann jedoch weiterhin strafbare Parolen gerufen worden, so die Polizei. Unter anderem seien zudem PET-Flaschen auf Einsatzkräfte geworfen worden, sagte Sprecher Martin Halweg. "Wir haben Lautsprecherdurchsagen durchgeführt und die Versammlungsleitung noch mal aufgefordert, auf ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzuwirken", sagte der Polizeisprecher. Nach Angaben der Polizei auf der Plattform X kam es entlang der Demonstrationsstrecke zu Verkehrseinschränkungen. Die Demo findet jedes Jahr am 13. Dezember statt. © dpa-infocom, dpa:251213-930-420233/3