Zeit 23.02.2026
10:25 Uhr

Berlin: Frist für Belohnung nach Brandanschlag auf Stromnetz in Berlin endet


Nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetzwerk versprach das Bundeskriminalamt eine Million Euro Belohnung für Hinweise. Die Frist dazu läuft in Kürze ab.

Berlin: Frist für Belohnung nach Brandanschlag auf Stromnetz in Berlin endet
Die Frist für die ausgeschriebene Belohnung für Hinweise zu den Tätern des Brandanschlags auf das Stromnetz in Berlin läuft an diesem Dienstag ab. Bisher wurden keine entscheidenden Informationen bekannt, die zur Tataufklärung geführt hätten. Für relevante Hinweise zur Aufklärung des Brandanschlags hatte das Bundeskriminalamt eine Million Euro ausgelobt. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe äußerte sich auf Anfrage nicht zu der Zahl eingegangener Hinweise seit Bekanntgabe der Belohnung durch das Bundeskriminalamt vor einem Monat. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach Anfang Februar von einer Vielzahl von Hinweisen und drückte seine Hoffnung aus, jemand aus der linksextremistischen Szene könne die Täter des Brandanschlags vom 3. Januar kennen und der Polizei einen Tipp geben. Durch den Anschlag wurde die Stromversorgung von 45.000 Haushalten im Südwesten der Hauptstadt tagelang unterbrochen. Dobrindt geht von einer mutmaßlich linksextremistisch motivierten Tat aus. Bis zu 100.000 Menschen ohne Strom Der Brandanschlag auf das Stromnetz löste den längsten Stromausfall in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg aus. Wegen des Anschlags waren zeitweise bis zu 100.000 Menschen ohne Strom. Auch der Mobilfunk, das Internet, Heizungen und Warmwasser fielen aus, bei winterlichen Temperaturen. Kliniken arbeiteten mit Notstrom, Kitas und Schulen blieben geschlossen. Unbekannte setzten eine Kabelbrücke über den Teltowkanal nahe dem Kraftwerk Lichterfelde in Brand. Die Behörden gehen nach einem Bekennerschreiben davon aus, dass die sogenannte Vulkangruppe für den Anschlag verantwortlich ist. Die mutmaßliche Tätergruppe habe seit 2011 Brandanschläge in Berlin verübt und nachträglich Bekennerschreiben veröffentlicht.