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06.01.2026
18:24 Uhr
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Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen in Berlin übernommen. Es besteht der Verdacht der Sabotage und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

Nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung im Südwesten Berlins hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Es bestehe unter anderem der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe, teilte die oberste deutsche Strafverfolgungsbehörde mit. Ein Brandanschlag an einer Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf hatte am Samstag einen weitreichenden Stromausfall in der Hauptstad t ausgelöst. Die linksextremistische Vulkangruppe bekannte sich zu dem Anschlag. Das Landes- und das Bundeskriminalamt sowie der Verfassungsschutz stuften das Bekennerschreiben als glaubwürdig ein. Bisher ermittelte in dem Fall die Berliner Generalstaatsanwaltschaft. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hatten am Montag mit Blick auf den Anschlag von "Linksterrorismus" gesprochen. "Wir wollen sie kriegen und wollen eine entsprechende Bestrafung, weil sie das Leben von Menschen bewusst gefährdet haben", sagte Wegner am Dienstag. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) warnte vor einem Erstarken des "Linksterrorismus" in Deutschland. Stromversorgung soll bis Donnerstag wieder hergestellt sein Die Vulkangruppen sollen dem Bundesamt für Verfassungsschutz zufolge seit 2011 vor allem in Berlin und Brandenburg immer wieder Brandanschläge auf wichtige Punkte der öffentlichen Infrastruktur begangen haben. Der Berliner Verfassungsschutz ordnet sie dem gewaltorientierten, anarchistischen Spektrum der linksextremistischen Szene zu. Nach dem Anschlag am Samstagmorgen waren 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Vier Tage später warteten noch 25.500 Haushalte und 1.200 Unternehmen darauf , dass die Stromversorgung wiederhergestellt wird. Bis Donnerstagnachmittag will der Betreiber Stromnetz Berlin die komplette Stromversorgung wiederherstellen. Die Bundeswehr half unterdessen bei der Logistik und der Betankung von Notstromaggregaten und gab warmes Essen aus. Mehrere Schwimmbäder öffneten im 24-Stunden-Betrieb, damit Menschen duschen und sich aufwärmen können. Wer in ein auf einer Liste erfasstes Hotel ausweichen musste, soll nach Behördenangaben im Nachgang die Kosten erstattet bekommen.