|
14.01.2026
13:16 Uhr
|
Der Chefredakteur des "Deutschland-Kuriers" wurde wegen eines kritischen Beitrags über die damalige Innenministerin verurteilt. Im Berufungsprozess bekam er nun recht.

Der rechte Publizist David Bendels hat den Berufungsprozess um einen Beitrag des Deutschland-Kurier über Ex-Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) gewonnen . Das Landgericht Bamberg hob ein Urteil des Amtsgerichts Bamberg auf und sprach Bendels, der Chefredakteur des Onlineportals ist, vom Vorwurf der Verleumdung frei. Der Beitrag sei mit Blick auf den Gesamtkontext durch die Meinungsfreiheit gedeckt, sagte der Vorsitzende Richter. Der Staatsanwalt begrüßte das Urteil. Wie die Verteidigung hatte er auf Freispruch und Aufhebung des Amtsgerichtsurteils plädiert. Umstrittene Fotomontage auf X Chefredakteur Bendels war vorgeworfen worden, im Februar 2023 über den X-Kanal des Deutschland-Kuriers ein bearbeitetes, diffamierendes Foto von Faeser veröffentlicht zu haben. Darauf war die SPD -Politikerin mit einem Schild in der Hand zu sehen gewesen, auf dem der Satz stand: "Ich hasse die Meinungsfreiheit!" Der Satz war laut Anklage von Bendels auf das Foto montiert worden. Der Deutschland-Kurier hatte die Fotomontage in dem X-Beitrag mit "Faeser hasst Meinungsfreiheit!" überschrieben. Bendels hatte den Beitrag als satirisches Meme bezeichnet. Das Amtsgericht Bamberg hatte David Bendels im April 2025 wegen der Verleumdung einer Person des politischen Lebens zu einer Haftstrafe von sieben Monaten verurteilt. Das Urteil hatten die Richter zur Bewährung ausgesetzt. Für das Amtsgericht war die Fotomontage eine bewusst unwahre und verächtlich machende Tatsachenbehauptung. Für unbefangene Leser sei nicht erkenntlich gewesen, dass an dem Bild Veränderungen vorgenommen worden waren.